Auskiesung Hau: Antoniterklause war bis auf den letzten Platz belegt

Rund hundert Bürger*innen kamen zur 2. Versammlung zu der die Initiative gegen die Auskiesung an der Antoniterstraße aufgerufen hatte. Unter den Versammelten auch Bürgermeister Peter Driessen, der Hauer Ortsvorsteher Manfred Opgenoorth CDU, SPD-Fraktionsvorsitzender Willi van Beek und Grünen-Fraktionsvorsitzender Heinz Seitz, sowie Gäste der Reeser EDEN e.V. und Initiative "Zukunft Esserden" die mit weiteren 16 Initiativen unter der Dachorganisation „Aktionsbündnis Niederrheinapell“ sich gegen weitere Auskiesungen am Niederrhein einsetzen.
Bürgermeister Peter Driessen machte gleich am Anfang deutlich, dass er, die Gemeinde und die Politik gegen diese und eventuell weitere Auskiesungsvorhaben in der Gemeinde sind und sagte den Betroffenen jegliche Unterstützung zu. Bisher seien noch keine Unterlagen, Pläne vom Unternehmer Siebers für die im Regionalplan ausgewiesene Fläche von ca. 45 Hektar vorgelegt worden. Peter Driessen kündigte an, dass es zu der Abgrabung Antoniterstraße eine Sondersitzung des Rates am 16. Juli um 17 Uhr geben wird. Ihm sei bekannt, dass der Unternehmer bereits 16 Hektar angekauft habe und dass nach Angaben des Unternehmers nur 5 bis 10 Lastwagen am Tage fahren würden.
Zu der Angabe 5 bis 10 Lastwagen gab es dann gleich auch aus der Versammlung den Einwand, dass dies so nicht sein kann, denn rechnet man die Kapazität der Lastwagen mit der Menge der Lagerstätte hoch würde die Auskiesungszeit ein Jahrhundertprojekt werden.
Melanie Gronau und Dr. Leo Rehm von EDEN e.V. konnten eindrucksvoll darlegen wie es um den Kiesabbau am Niederrhein bestellt ist. Die abgebauten Sande und Kiese überwiegend ins Ausland (Niederlande, Belgien, Frankreich) gehen, ein Teil sogar in Überseehäfen. Aus ihrer jahrelangen Erfahrung konnten sie den Hauern zahlreiche Tipps mit auf den Weg geben worauf nach erfolgter Antragstellung des Unternehmers zu achten ist. Doch bereits im Vorfeld sollte man sich mit dem Genehmigungsverfahren beschäftigen, insbesondere mit dem Immissionsschutz (Staub und Lärm) und den Abständen zu den Siedlungsbereichen die hier laut Regionalplandarstellung deutlich unterschritten werden. Ein weiterer Punkt der zum Problem für die Hauer führen könnte wäre die Gasfernleitung die parallel zur Bahnstrecke liegt.
Bei der bereits laufenden Unterschriftensammlung gegen die Auskiesung wurde festgestellt, dass viele Hauer sich nicht durch die Auskiesung berührt fühlen. Das ist jedoch ein großer Trugschluss, denn es stehen noch weitere Auskiesungen (Sondierungsflächen) im Raum Hau, im Regionalplan an. Und bei dem Tempo wie ausgekiest wird, könnte das schon bald sein. So ist zum Beispiel im Süden der aktuellen Fläche eine weitere Sondierungsfläche dargestellt. (Anm.: dazu werde ich im Laufe des Tages die weiteren Planungen aus dem Regionalplan vorstellen; Entfernungen Siedlungsbereich der aktuell gepl. Abgrabung etc. -  werde an dieser Stelle einen Link einfügen)
Nun online: hier klicken

Die Initiative gegen die Auskiesung an der Antoniterstraße wird sich am kommenden Dienstag, 28. Mai, 19:30 Uhr, wieder in der Antoniterklause treffen.

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