Festival zum EU-Projekt „Specially Unknown“ am Wochenende
Angekommen - aber unbekannt

Die Bochumer Fieldworker Sera Massakidi (Kongo), Agir Mustafa Birhimeoglu (Türkei), Zoubeida Khodr (Syrien) und Alpha O. Barry (Guinea) interviewen Geflüchtete aus diesen Regionen für das Oral History Projekt.
  • Die Bochumer Fieldworker Sera Massakidi (Kongo), Agir Mustafa Birhimeoglu (Türkei), Zoubeida Khodr (Syrien) und Alpha O. Barry (Guinea) interviewen Geflüchtete aus diesen Regionen für das Oral History Projekt.
  • Foto: LWL
  • hochgeladen von Petra Vesper

Zu einem internationalen Festival mit Musik, Tanz und Gesprächen laden das LWL-Industriemuseum und Bochumer Migranten-Organisationen an diesem Wochenende, 6. und 7. April, in die Innenstadt und auf das Gelände der Zeche Hannover in Hordel ein. Das Fest findet im Rahmen des EU-Projektes „Specially unknown“, das Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen sammelt, statt.

Während am Samstag auf dem Dr.-Ruer-Platz die Präsentation der Vereine, Folklore und Berichte von Geflüchteten im Vordergrund stehen, rücken am Sonntag im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Erfahrungen und transkulturellen Auseinandersetzungen in den Mittelpunkt.
Besonders in den Jahren 2015 und 2016 sind viele Menschen als Geflüchtete nach Bochum gekommen. Aber auch in den Jahren davor und danach fanden geflüchtete Menschen in der Stadt Aufnahme – von Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs bis zu aktuellen Fluchtbewegungen. „Trotz der engagierten Hilfe und Willkommenskultur finden im Alltag Begegnungen zwischen neuhinzugekommenen und alteingesessenen Menschen nur selten statt", erklärt Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover.
Seit zwei Jahren leitet er den Bochumer Part des EU-Projektes „Specially un-known“. Es sammelt in vier europäischen Städten insgesamt 160 Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen und fördert den Dialog in Begegnungen, Gesprächen und künstlerischen Ausdrucksformen. In Bochum arbeiten vier Interviewer als so genannte "Fieldworker" mit geflüchteten Menschen aus Syrien, der Türkei, dem Kongo und Guinea zusammen. Kooperationspartner sind die Vereine „Bosangani“, „samo.fa“, „Humanitäre Solidarität Middle East“ und „Guinee-Coop“ für die Menschen aus Guinea. Weitere Partner sind die „Ifak“ und das 2018 gegründete Netzwerk der Migrantenorganisationen „Bonem“.

DAS PROGRAMM:

Samstag, 6. April, 11–15 Uhr | Dr.-Ruer-Platz

  • Duo Burgurcu, Def, Baglama, Gesang
  • Shivan, Gitarre, Gesang
  • Talkrunde zum Projekt „Specially unknown“
  • Verein der Jugend der Zukunft, Tänze aus Syrien
  • Soba Doko, afrikanische Märchen
  • Trommlergruppe Bosangani
  • Mandenrasta Bouba Kante, afrikanische Rhythmen und Reggae
  • Dhinesh Panchalingam, tamilische Tänze
  • Givara, Saz, Gitarre, Gesang

Sonntag, 7. April, 11–14 Uhr | Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251

  • Joe Coka & Band, Musik und Rhythmen aus Westafrika
  • Soba Doko, afrikanische Märchen
  • Gesprächsrunde zu Flucht und Ankommen
  • Neu in Deutschland. Texte von Geflüchteten
  • Espérer - Insel der Hoffnung. Modernes Märchen von Antonio Damasco, gelesen von Dyana Krupezki
  • Transaestethics Trio & Friends. Weltmusik und Crossover-Improvisation 

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