Der mit dem Bagger tanzt

Mann an Baggerschaufel: Dass die französische Gruppe „Beau Geste“ auf dem Marienplatz so schwerelos aussah, verlangte ein minutiöses Zusammenspiel von Mensch und Maschine.Foto: Molatta
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Entdeckungen garantiert:
„Fidena“ zeigt noch bis Sonntag aktuelle Tendenzen des Figurentheaters

Mit dem Pas-de-Deux von Bagger und Mensch auf dem Marienplatz setzte die Fidena am Montag ein spektakuläres Ausrufezeichen zum Auftakt ihrer Programmpunkte in Bochum. Und am gleichen Ort markiert am Samstagabend ein nicht minder aufwändiges Open-Air-Spektakel das Festival-Finale. Dazwischen - und auch noch am folgenden Sonntag - zeigt das „Figurentheater der Nationen“ die ganze Bandbreite zeitgenössischen Figurentheaters - bei dem vor allem die Wahrnehmung selbst in den Mittelpunkt rückt. Auf Puppen verzichtet es aber nicht ganz...

„Weißes Blatt“ heißt die Schatten-Performance des Franzosen Luc Amoros, mit der sich am Samstag, 19. Mai, ab 21 Uhr, auf dem Marienplatz der Bogen schließt. Wobei das „Blatt“ die Giebelwand der benachbarten Viktoria-Klinik ist, an der eigens für diese Aktion ein haushohes Gerüst geschraubt wird, das zur „Leinwand“ für dieses Spektakel aus Licht, Schatten und Live-Musik wird. Der Eintritt zu diesem Open-Air ist frei.
Am heutigen Mittwoch, 16. Mai, ist die Fidena im Prinz-Regent-Theater zu Gast. Als deutsche Erstaufführung ist dort um 20 Uhr der fröhliche Totentanz „Totenkopf“ des bildenden Künstlers Jean-Pierre Laroche zu sehen. Geeignet ist die Inszenierung für Erwachsene und Kinder ab neun Jahren.
In den Kammerspielen ist am morgigen Donnerstag, 17. Mai, einer der Höhepunkte des Festival-Programms zu erleben: Die Performance der Australierin Fleur Elise Noble mit dem Titel „2-dimensional life of her“, die mit Papier und Projektionen arbeitet. Beginn ist um 19 Uhr. Um 21 Uhr folgt im Theater Unten „Paper Cut“ der Israelin Yael Rasooly. In ihrem Solo schafft sie mit Papier und Karton eine Welt, die zwischen Büro-Alltag und Hollywood-Filmzitaten pendelt. Eine zweite Aufführung folgt am Freitag, 18. Mai, um 21.30 Uhr.
Ebenfalls am Freitag ist im Prinz-Regent-Theater das Puppentheater Halle zu Gast, das mit „Meine Kältekammer“ eine Puppentheater-Adaption von Joel Pommerats „Ma chambre froide“ zeigt. Pommerat gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Dramatiker Frankreichs - und sein Stück ist eine philosophische Kapitalismuskritik. Eine Zweite Vorstellung folgt am Samstag, 19. Mai, um 18 Uhr.
Das Fidena-Abschlusswochenende wird von interaktiven Performances dominiert. Nach der großen Resonanz bei der „Zwischen-Fidena“ im letzten Herbst lädt der Künstler Bruno Pilz am Samstag und Sonntag noch eimal zur audiovisiuellen „Kunst-Schnitzeljagd“ durch den Weitmarer Schlosspark. Start zum drei Kilometer langen Einzel-Parcour unter dem Titel „Alice D - a hyperactive trip through wonderland“ ist von 12 bis 17 Uhr.
Ebenfalls am Samstag und Sonntag wird der Melanchthonsaal zu einer begehbaren Installation - für Erwachsene und Kinder ab neun Jahren: In neun Räumen bricht die schweizer Gruppe „Trickster“ das Märchen „Hänsel und Gretel“ in eine Reihe von unterschiedlichen sensorischen Erfahrungen auf - der Zuschauer wird zum Teil des Erlebnisses. Am Samstag ist die Installation von 16 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 16 Uhr zugänglich.
Eine Anmeldung für beide Touren ist unter Tel.: 47720 erforderlich. pe

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