Saisonstart am Schauspielhaus: Dostojewskis "Verbrechen und Strafe" mit Jana Schulz

Jana Schulz und Roland Riebeling liefern eine Galavorstellung ab.
  • Jana Schulz und Roland Riebeling liefern eine Galavorstellung ab.
  • Foto: Aurin
  • hochgeladen von Nathalie Memmer

Zur Eröffnung der Theatersaison 2016/17 wartet das Schauspielhaus mit einer Romanadaption auf: Fjodor M. Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“, immer noch bekannter unter dem Titel „Schuld und Sühne“, kommt im Großen Haus auf die Bühne. Regisseur Jan Klata brennt dabei ein wahres Feuerwerk visueller Effekte ab und kann sich auf ein großartiges Ensemble stützen – allen voran Jana Schulz und Roland Riebeling.

Die Inszenierung gliedert die Handlung in drei Teile, von denen freilich nur der mittlerere vollends zu überzeugen vermag. Im ersten Abschnitt versucht Rodion Romanowitsch Raskolnikow (Jana Schulz), das schreckliche Verbrechen zu verarbeiten, das er begangen hat: Er hat eine Pfandleiherin und deren Schwester ermordet. Er rechtfertigt diese Tat damit, dass die Pfandleiherin nicht besser als eine Laus gewesen sei. Raskolnikows Seelenqualen werden deutlich, vielleicht zu deutlich herausgearbeitet. Im zweiten Teil erlebt der Zuschauer dagegen ein packendes Duell: Der Ermittlungsrichter Porfirij Petrowitsch (Roland Riebeling) durchschaut Raskolnikow, kann dem verarmten Jurastudenten seine Tat aber nicht nachweisen und hofft deshalb auf dessen Geständnis. Der abschließende Abschnitt, der Raskolnikows Läuterung zum Thema hat, gerät nicht ganz so dicht und packend.
Das Spiel der Schauspieler wird von einer Vielzahl visueller Effekte flankiert. Dass die Inszenierung trotzdem nicht überladen wirkt, zeugt von hoher Kunstfertigkeit. Vor allem Daniel Stock und Bettina Engelhardt glänzen mit clownesken Einlagen. - Ein trotz kleinerer Schwächen gelungener Theaterabend.

Termine
Am Sonntag, 25. September, ist „Verbrechen und Strafe“ wieder im Schauspielhaus, Königsallee 15, zu sehen. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr.
Auch am Donnerstag, 13. Oktober, kommt das Stück zur Aufführung. Beginn ist wiederum um 19 Uhr.
Am Donnerstag, 20. Oktober, gibt es um 19 Uhr abermals Gelegenheit, das Stück zu sehen.
Auch für Samstag, 29. Oktober, ist eine Vorstellung angesetzt, die ebenfalls um 19 Uhr beginnt.

Autor:

Nathalie Memmer aus Bochum

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