Tag der Architektur: Das Gaudium an der Hunscheidtstraße 88

Eine vielfältig gegliederte Fassade: Das Gaudium von der Gartenseite
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  • Eine vielfältig gegliederte Fassade: Das Gaudium von der Gartenseite
  • hochgeladen von Sabine Schemmann

Zum 16. Mal fand am vergangenen Wochenende der von der Architektenkammer ins Leben gerufene Tag der Architektur statt, der interessierten Bürgern die Möglichkeit bietet, in der Regel nicht öffentlich zugängliche Gebäude, private Wohnhäuser oder private Gärten zu besichtigen.

In diesem Jahr stellte die Veranstaltung das „Wohnen im Alter vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ in den Vordergrund.
Diesem Thema trägt das unter dem Namen Gaudium bekannte Objekt Hunscheidtstraße 88 in Ehrenfeld in besonderem Maße Rechnung.

Konzipiert als Gemeinschaftshaus, ohne Wohngemeinschaft zu sein, ermöglicht es ein gemeinschaftliches Wohnen unter einem Dach bei gleichzeitiger Wahrung von Privatsphäre durch in sich abgeschlossene Wohneinheiten.
Das Grundkonzept sieht die gemeinsame Nutzung der Außenanlagen und der ansprechend wohnlich gestalteten Eingangshalle als Begegnungs- und Aufenthaltsbereich vor, deren Größe das Ausrichten von "Gemeinschaftshaus-Festen" ermöglicht.

Der viergeschossige Wohnkomplex vereint 14 lichtdurchflutete Wohnungen und Appartements mit Balkon, wobei die Größen zwischen 50 m2 und 127 m2 variieren.
Interessante Variante der Größenaufteilung ist ein Zwischenzimmer, das, im Überscheidungsbereich zweier angrenzender Wohnungen gelegen, bei entsprechend vermindertem oder vergrößertem Wohnflächenbedarf der einen oder anderen Wohnung frei zugeschlagen werden konnte.

Entscheidender Aspekt der Planung und Gestaltung war die Barrierefreiheit aller Wohnungen. Rollstuhlgerechte Türbreiten, bodengleiche Duschen und die höhengleiche Erreichbarkeit von Balkon und Außenanlagen ermöglichen das Bewohnen auch bei Eintreten altersabhängiger gesundheitlicher Einschränkungen.

Die einzelnen Wohnungen werden über zwei Treppenhäuser mit integrierten Aufzugsanlagen erschlossen. Dabei sind ausnahmslos alle auch von der unter dem Objekt liegenden Tiefgarage über einen Fahrstuhl zu erreichen. Zur Verfügung stehende Einkaufswagen ermöglichen den Transport von Einkäufen aus der Tiefgarage über den Fahrstuhl zur eigenen Wohnung.

Das Gaudium besteht aus Mietwohnungen, deren m2-Preis sich mit 8,- € zuzüglich 3,- € Nebenkosten inklusive Pflege der Außenanlagen angesichts der gehobenen Ausstattung sozialverträglich unter dem marktüblichen Preis bewegt.

Bauträger und Ideengeber Peter Roeschies, der ebenfalls eine Wohnung des Objekts bezogen hat, ist Privatmann, der sich in der Lage sah, seinen Idealismus in die Tat umzusetzen. Bekannte und Freunde ließen sich von der Idee des gemeinschaftlichen Wohnens mitreißen, verkauften ihre Häuser, verließen ihre Mietwohnungen und zogen ein. Noch vor der Fertigstellung im Sommer letzten Jahres waren alle Wohnungen vermittelt.

Autor:

Sabine Schemmann aus Bochum

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