Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ fordert mehr Engagement für Schulwegsicherheit.
Stadt schiebt Verantwortung für sichere Schulwege auf Eltern.

“Viele Schulwege sind nicht sicher genug, damit die Kinder alleine zur
Schule laufen oder mit dem Rad fahren können. Elterntaxis verstopfen
noch immer die Straßen und machen dadurch die Schulwege unsicherer”,
sagt Dr. Volker Steude, stellvertretender Vorsitzender Fraktion “FDP &
DIE STADTGESTALTER”. In einer Anfrage wollte seine Fraktion genau unter
die Lupe nehmen, was das Schulverwaltungsamt empfiehlt und unternimmt.
“Die Antwort fällt enttäuschend aus”, kritisiert Dr. Steude.

“Einige Eltern haben sich an uns gewandt, weil die Schulen ihnen davon
abraten, ihre Kinder mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen. Es sei zu
gefährlich, weil es in der Stadt an sicheren Schulwegen fehlt und
Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, den
morgendlichen Schulweg für alle anderen Kinder erheblich gefährden”,
begründet Dr. Steude seine Ratsanfrage aus dem November 2018. In der nun
vorliegenden Antwort gibt die Verwaltung zwar an, dass die Entscheidung
der Verkehrsmittel für den Schulweg bei den Eltern liege, es aber auch
gute Gründe gäbe, wenn Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter
nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Die Frage, welche Schulen von Schülerinnen und Schülern in der Umgebung
sicher mit dem Rad erreicht werden können, beantwortet die Stadt im
Grunde gar nicht. “Weiß die Verwaltung nicht, welche Schulen sicher
erreicht werden können? Oder hat sie das gar nicht als Aufgabe erkannt,
um die sie sich kümmern muss? In beiden Fällen wäre das schon ein
Armutszeugnis”, so Dr. Steude.

“Wir haben vorgeschlagen, dass Schülerinnen und Schüler unter Begleitung
von zwei oder mehr Eltern mit so genannten Walking Busses und Bike
Trains den Schulweg gemeinsam in Gruppen bewältigen und einüben. Die
Reaktion des Schulverwaltungsamtes darauf ist enttäuschend. Insgesamt
gibt schiebt das Schulverwaltungsamt die Verantwortung für diese
modernen Formen der Schulwegsicherung auf die Elternschaft ab, die dafür
sorgen müssten, dass die Kinder die Schule sicher erreichen. Dabei ist
es Aufgabe der Stadt, dafür Sorge zu tragen, dass jede Schule zu Fuß und
mit dem Rad sicher erreicht werden kann. Da muss mehr Engagement
kommen”, fordert Dr. Steude.

“Ein morgendlicher Blick auf die Situation vor den Grundschulen zeigt,
dass Polizei und Schulverwaltung das Elterntaxi-Chaos aber nicht in den
Griff bekommen. Die Stadt muss hier härter Durchgreifen und darf auch
vor Strafen und Ansprache für das unerlaubte Halten und Parken nicht
zurückschrecken”, fordert Dr. Steude.

Autor:

Léon Beck aus Bochum

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