Stadt Bochum
Neue Impfstelle eröffnet - Appell an Arztpraxen: „Öffnen Sie ihre Praxen für das Impfen!“

„Das Impfen ist der Schlüssel, wenn wir Corona hinter uns lassen wollen. Und deshalb müssen wir alles tun, um Impfangebote zu schaffen und die Menschen zu motivieren, sich impfen zu lassen.“ Oberbürgermeister Thomas Eiskirch eröffnete am Donnerstag (18. November) gemeinsam mit dem Leiter des Krisenstabes, Stadtdirektor Sebastian Kopietz, die Impfstelle auf der Huestraße. Während der gesamten Zeit des Weihnachtsmarktes wird dort an jedem Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr geimpft.

Bis zu 100 Impfungen täglich sind dort möglich. Kurzfristig hatte die Stadt auch im City-Point eine Impfstelle eingerichtet. Dass der Bedarf groß ist, zeigte sich gleich am ersten Tag: schon vor der Eröffnung bildeten sich lange Schlangen.

„Wir müssen Menschen für die Erstimpfung gewinnen. Ich glaube gut die Hälfte der Ungeimpften ist erreichbar“, so Eiskirch. „Und wir müssen jede und jeden Geimpften noch einmal für die Booster-, die Auffrischungsimpfungen gewinnen, um die individuelle, aber auch gesellschaftliche Schutzwirkung hoch zu halten.“

Um ein möglichst breites Angebot zu schaffen, werden in den kommenden Wochen vier weitere Impfstellen eröffnet (Terminvereinbarung über bochum.de erforderlich).

Geimpft wird jeweils von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr:  

 Ab dem 25. November öffnet die Impfstelle im Gesundheitsamt. 

Am Rathaus Wattenscheid wird ab dem 26. November geimpft.

In der Bezirksverwaltungsstelle Süd geht es ab dem 1. Dezember los. 

InKürze  wird auch wieder im RuhrCongress geimpft. 

„230 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bieten Impfungen an und jeder und jedem einzelnen bin ich sehr dankbar. Viele Ärztinnen und Ärzte leisten Großartiges. Genauso wie das sich aufopferungsvoll einbringende medizinische Personal“, lobte OB Eiskirch das Engagement.  „Bei rund 540 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Bochum ist aber noch viel Luft nach oben. Auch Frauenärzte, Orthopäden, HNO-Ärzte oder Radiologen können Impfangebote schaffen und ich appelliere an alle: Öffnen Sie Ihre Praxen für das Impfen.“

„Wir brauchen mehr Impfangebote“, fordert OB Eiskirch: „Insofern verstehe ich nicht, dass immer noch nicht geklärt ist, dass auch in Apotheken geimpft werden darf.“

Zur aktuellen Situation der Impfangebote sagte Eiskirch: „Im Sommer haben die Städte in ganz Deutschland, die Städte in NRW – auch Bochum – und das RKI appelliert: Lasst die Impfzentren offen. Wir brauchen sie für Menschen ohne Zugang zum Hausärztesystem, aber vor allem für die große Welle der Auffrischungsimpfungen. Wir hatten kein Verständnis für unseren Landesgesundheitsminister, der uns im Sommer gegen unseren Willen und die Empfehlung des RKI gezwungen hat, die Impfzentren zu schließen.

Und ich habe noch weniger Verständnis dafür, dass er sich jetzt im Herbst wundert, dass sie geschlossen sind!“

Autor:

Karl - Heinz Lehnertz aus Wattenscheid

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