Gespräch über Modellstudiengänge in Berlin

hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs (im Bild links) sprach mit der Bundestagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk, über die Akademisierung der Gesundheitsberufe und die Modellstudiengänge. Foto: Büro Maria Michalk
  • hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs (im Bild links) sprach mit der Bundestagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk, über die Akademisierung der Gesundheitsberufe und die Modellstudiengänge. Foto: Büro Maria Michalk
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Über die Akademisierung der Gesundheitsberufe und die Modellstudiengänge Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie und Physiotherapie haben sich Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg), und die Bundestagsabgeordnete Maria Michalk, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Bundestages, am 14. April 2016 in Berlin ausgetauscht.

Den Bundesländern wurde im Jahr 2009 durch die Einführung von Modellklauseln in die Berufsgesetze der betreffenden Berufe die Möglichkeit gegeben, im Rahmen von Modellstudiengängen bis Ende 2017 eine Ausbildung auf Hochschulebene zu erproben. Diese Modellstudiengänge bietet die hsg seit Ende 2010 an. „Die Hochschule für Gesundheit bemüht sich sehr darum, dass die Modellstudiengänge in Deutschland baldmöglichst in ein Regelangebot überführt werden. Ich freue mich, dass Frau Michalk sich heute die Zeit genommen hat, um mit mir über die Modellstudiengänge und ihre Vorteile gegenüber den klassischen Ausbildungsmodellen zu sprechen“, sagte Friedrichs.

Nordrhein-Westfalen hatte an sieben Hochschulen elf Modellstudiengänge in Pflege- und Gesundheitsberufen eingeführt. Fünf Jahre später war im Mai 2015 das Ergebnis der begleitenden wissenschaftlichen Bewertung der Studiengänge vorgestellt worden. Aus Sicht des NRW-Gesundheitsministeriums hatte die modellhaft erprobte Akademisierung von Pflege- und Gesundheitsberufen die an sie gestellten Erwartungen erfüllt. Ein vom Gesundheitsministerium einberufener Fachbeirat hatte die wissenschaftliche Evaluation der Modellstudiengänge begleitet und der Empfehlung zugestimmt, die hochschulische Erstausbildung vom Modellstatus in ein Regelangebot zu überführen. Die Erprobung der Modellstudiengänge sah der Fachbeirat als erfolgreich an.

„Mit dem Ende der Legislaturperiode der Bundesregierung laufen auch die Modellklauseln aus. Frau Michalk konnte ich heute mein Anliegen deutlich machen, dass es aus meiner Sicht notwendig ist, noch in diesem Jahr die Überführung in ein Regelangebot auf den Weg zu bringen und am besten auch umzusetzen. Daran ist uns als Hochschule mit insgesamt fünf Modellstudiengängen sehr gelegen. Ein weiteres Verharren im Modellstatus würde die erfolgreiche Entwicklung der Modellstudiengänge lähmen und um weitere Jahre zurückwerfen, in denen die Akademisierung der Gesundheitsberufe in Deutschland ein großes Stück vorangetrieben werden könnte“, erklärte Friedrichs.

Bereits im Sommer 2014 hatte Anne Friedrichs mit dem Bundestagsabgeordneten und damaligen gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, ein Gespräch über die Akademisierung der Gesundheitsberufe und die Modellstudiengänge geführt. Maria Michalk war im September 2015 zur neuen gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt worden. Friedrichs: „Frau Michalk hat die Informationen zur Kenntnis genommen und zugesagt, das Thema weiter zu verfolgen.“

Autor:

Laura Moersdorf aus Bochum

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