Hör ma: Gefühlt und gemessen...

Gefühlt ist es ja so, dass dieser Sommer kein Sommer ist, dass er viel zu kalt und vor allem viel zu nass ist. Dass der gefühlte Nicht-Sommer tatsächlich auch objektiv gemessen ein Reinfall ist, bestätigte jetzt die Emschergenossenschaft. Tatsächlich ist der Juli mit durchschnittlich 17 Grad der kälteste Juli seit 2000. Damals betrug der Durchschnittswert gar nur 16,4 Grad. Und wer nach dem letzten Gewitter vom Donnerstag mit vollgelaufenen Kellern kämpfen musste, der bekommt Gewissheit: Die Wetterdaten-Auswertung belegt, dass der Juli eine höchst feuchte Angelegenheit war: Mit einer Gesamt-Niederschlagssumme von 100 Millimetern kam allein im Juli mehr Wasser runter, als im außergewöhnlich trockenem Frühjahr von März bis Mai zusammen. Denn in diesen drei Monaten flossen zusammengerechnet nur 63 mm vom Himmel. Schon der Juni allein toppte bereits diesen Wert, der Juli aber brach Rekorde und liegt zudem weit über dem Mittel der letzten 120 Jahre.
Trösten können diese Fakten nicht wirklich. Sie machen vor allem eines deutlich: Es steckt mehr dahinter als der Ärger über einen verpatzten Sommer. Wetterextreme werden zunehmen, warnen Klimaforscher vor den Auswirkungen des Klimawandels. Und beim Sommer 2011 kann man ein Gefühl dafür bekommen, wie diese abstrakten Warnungen in der Realität aussehen könnten.

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