Sparkasse Bottrop schließt vier Geschäftsstellen - keine Kündigungen

Sparkassenchef Thomas Schmidt.
  • Sparkassenchef Thomas Schmidt.
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Bettina Meirose

„Wir haben elf Geschäftsstellen auf den Prüfstand gestellt“, sagt der Sparkasenchef Thomas Schmidt. Die am Ostring, Essener Straße, Prosperstraße und Gungstraße werden zum Jahresende schließen.

Wie die Untersuchungen des Dachverbandes zeigen, wird die SparkassenApp pro Kunde 192 mal im Jahr aufgerufen, die Internet-Filiale 120 mal besucht, der Geldautomat 24mal. Telefonberatungen werden durchschnittlich zweimal im Jahr genutzt und die Beratung in der Geschäftsstelle nur ein einziges Mal. „Solche Ergebnisse ließen uns fragen, ob diese Geschäftsstellenstruktur noch zeitgemäß ist. Es macht keinen Sinn, kosten zu produzieren, wenn die Nachfrage fehlt“, so Schmidt. Die Kunden aus der Gungstraße könnten die Filiale in der Johannesstraße aufsuchen, die anderen das Kundencenter Stadtmitte. Die ehemaligen Berater wind dann dort anzutreffen. „Das sind Wege, die zwischen 1,3 und 1,9 Kilometer Entfernung von der Haustür entfernt sind.“ Aber ein Aus für das Modell der Geschäftsstellen hat er nicht im Blick: „Die Filiale hat weiterhin Zukunft. Der Fokus liegt auf qualifizierter Beratung.“
Ältere Kunden, die nicht mobil sind und auch nicht die SparkassenApp nutzen wollen, können für drei Euro pro Monat den dann neu eingerichteten Bargeld-Bring-Service nutzen und sich - aber das ist jedem Sparkassen-Kunden möglich - auch zuhause beraten lassen. Außerdem werden Berater im Kundencenter Stadtmitte samstags von 9 bis 13 Uhr an den Sevice-Points vor Ort sein.
Entlassungen wird es durch die Schließungen nicht geben: „Die zwölf betroffenen Mitarbeiter versetzt, keiner verliert seinen Arbeitsplatz“, verspricht Vorstandsmitglied Burkhardt Klanten. Die Telefonzentrale werde von Münster zurück nach Bottrop geholt. „Einfache Dinge können dann direkt am Telefon abgeschlossen werden. Geldautomaten werden an den geschlossenen Geschäftsstellen nicht bleiben. „ Das ist zu teuer. Alarmanlagen, Brandschutz, Befüllung: Das rechnet sich nicht. Diese Automaten werden auch zuwenig frequentiert.“ Nach bundesweiten Erhebungen würden zehn bis elf Geldautomaten für die Stadt ausreichen - die Sparkasse hat 2016 20, sowie drei SB-Geschäftsstellen. Neben dem Immobiliencenter gibt es dann sieben mitarbeiterbediente Geschäftsstellen in Bottrop.

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