Glücksbringer auf dem Dach

Die Schornsteinfeger Dirk Bormann und Günter Schulte wünschen den Stadtanzeiger-Lesern ein frohes neues Jahr.
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  • hochgeladen von Verena Reimann

Einen Schornsteinfeger zu sehen oder die Knöpfe seiner Jacke zu berühren, bringt Glück. Doch warum ist das eigentlich so? Der Stadtanzeiger ging der Frage nach und besuchte zur Jahreswende Schornsteinfegermeister Günter Schulte.
„Im Mittelalter brannten viele Häuser ab, da zu viel Ruß in den Kaminen steckte, der sich dann selbst wieder entzündete“, erklärt Günter Schulte. Um diese Gefahr zu bannen, entwickelte sich der Beruf des Schornsteinfegers. „Da die Häuser von diesem Zeitpunkt an nicht mehr so schnell Feuer fingen und das den Schornsteinfegern zu verdanken war, brachten sie dementsprechend auch Glück über die Menschen“, berichtet Günter Schulte.
Er selbst ist bereits seit 1983 Schornsteinfegermeister. Zunächst arbeitete er in seiner Heimatstadt Rheine. Seit 18 Jahren hat er seinen eigenen Bezirk in Castrop-Rauxel.
Doch der Grundstein für sein berufliches Leben wurde bereits viel früher gelegt. „Als ich 14 Jahre alt war, stattete der Schornsteinfeger meinen Eltern einen Besuch ab. Doch bevor er seine Leiter besteigen konnte, kam ich ihm zuvor und kletterte über die Tür hoch aufs Dach. Er meinte daraufhin zu mir, dass ich der geborene Schornsteinfeger sei“, berichtet der 52-Jährige. Damals wie heute ist für Günter Schulte der Beruf des Schornsteinfegers ein Traumberuf. Kamine kehren, Feuerstätten auf giftige Gase überprüfen und neue Feuerstätten einstufen und beurteilen sind nur einige der Aufgaben, die ein Schornsteinfeger zu erledigen hat.
„Seinen Ursprung hat der Beruf übrigens in Italien. Einmal im Jahr pilgern aus diesem Grund Schornsteinfeger aus der ganzen Welt in das kleine Bergdorf Santa Maria Maggiore zum Schornsteinfeger-Festival.“ Und was ist das Schönste an diesem Beruf?
Günter Schulte: „Es ist schon was Besonderes, ein Glücksbringer für die Menschen zu sein.“

Autor:

Verena Reimann aus Oberhausen

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