Alles aus Liebe: locker und leicht, gefühlvoll und furios

Vier Chöre, ein Chorleiter: Haste Töne, Lohberg Voices, Wie im Himmel, Starke Stimmen und Rainer Stemmermann luden zum Valentinskonzert
  • Vier Chöre, ein Chorleiter: Haste Töne, Lohberg Voices, Wie im Himmel, Starke Stimmen und Rainer Stemmermann luden zum Valentinskonzert
  • hochgeladen von Martina Weinem

„Alles aus Liebe“ lautete das Motto, unter dem Rainer Stemmermann am Valentinsabend seine Dinslakener Chöre im hiesigen Dachstudio versammelte. Ein stimmungsvolles Konzert mit Klassikern und Neuentdeckungen aus Gospel, Pop und Jazz sollte es werden, und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Schon Wochen vorher war der Abend ausverkauft, denn der Unterhaltungswert der Dinslakener Popchöre und ihres multitalentierten musikalischen Leiters und Moderators Stemmermann sind inzwischen kein Geheimnis mehr.

Obwohl sich alle vier Chöre der populären Musik verschrieben haben und unter gleicher Leitung proben, haben sie erkennbar unterschiedliche Profile entwickelt, die sich an diesem Abend auf wunderbare Weise ergänzen. Immer mit dabei: Stefan Grafers, der mit dezent-percussivem Einsatz die rhythmische Richtschnur im sich schnell wandelnden Programm legt.
Den Anfang macht „Haste Töne“, mit 30 Sängerinnen und Sängern die größte Einzelformation des Abends. Ihr tändelnd vorgetragenes „Breaking up is hard to to“ weckt Erinnerungen an die „Carpenters“ der 70er Jahren und sorgt für einen locker-leichten Start in einen beschwingten Abend. Es folgt das gefühlvolle „You are my only one“, das sowohl als Gospel wie auch als Liebeslied interpretierbar ist. Damit ist die Spannweite des Abends bereits in groben Zügen umrissen: Was hier geschieht, darf berühren und Spaß machen, sowohl dem Publikum als auch den Sängerinnen und Sängern in den Chören. Mit einem fröhlich-frechen „Schuld war nur der Bossanova“ beschließen Haste Töne, die im Oktober ihr 20jähriges Bestehen feiern werden, ihre musikalische Kurzvorstellung.

Loops, Pop, Jazz und Schlager

Der zweite Chor des Abends ist noch jung an Jahren und hat sich mit „Wie im Himmel“ nach dem gleichnamigen Film benannt. Eine experimentierfreudige Gruppe, die sich von Stemmermann als erstes zu einem spontanen Loop inspirieren lässt, bevor es mit „Can you feel the love tonight“ ins Repertoire geht. Bei „Agua de beber“, einem bei den anwesenden Chören altbekannten und beliebten Song, punkten Sie mit einer portugiesischen Extrastrophe, bevor sie mit dem druckvollen „Geronimo“ von Aura Dione das Tempo anziehen.
Als nächsten betreten „Lohberg Voices“ die Bühne, die am 9. März ihr 30jähriges Jubiläum mit einem Konzert im Ledigenheim feiern werden. Für den heutigen Abend haben sie sich auf die poppigen Anteile ihres sonst jazzigeren Repertoires konzentriert, die sich hervorragend ins Programm einfügen und überzeugend präsentiert werden: nach dem Gospel „If we ever aneeded the lord bevor“ folgt mit „Nur nicht aus Liebe weinen“ ein alter Schlager, in dem besonders die Altistinnen mit kühler Dramatik glänzen. Beim Queen-Hit „Don´t stop me now“ geht es für den ganzen Chor noch einmal furios zur Sache.

Starke Stimmen mit eigenen Arrangements

Als jüngste Formation freut sich an diesem Abend der Frauen-Konzertchor von Starke Stimmen e.V. über die große Anerkennung des Publikums wie auch der KollegInnen aus den anderen Chören. Obwohl erst vor kurzem gegründet, stehen sie heute bereits zum zweiten Mal auf der Bühne und präsentieren ihre Songs kraftvoll und mit hoher Präsenz. „Ironic“, „The way I am“ und „Enough is enough“ – alle in Arrangements von Rainer Stemmermann – werden vom Publikum begeistert beklatscht. Jedes der Stücke hat Besonderheiten und Highlights: kurze, überraschend schräge Harmoniefolgen, die sich blitzschnell in die Tiefe schrauben und sofort wieder im Wohlklang fangen, gefühlvolle Soli von Sabine Kaminski und Carolina Kwasnik, sanfte hummings und energiereiche shouts.
Schließlich das gemeinsame Finale, in dem sich die Bühne während dreier Songs mehr und mehr füllt. „Angels“, „Mamaliye“ und „Stand by me“ werden in wachsender Besetzung angestimmt, bis schließlich alle 75 SängerInnen ihre Stimmen zu einem gemeinsamen „You raise me up“ erheben. Welch schöne Liebeserklärung an diesem gelungenen Konzertabend.

Autor:

Martina Weinem aus Dinslaken

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