Kleine Morde

Adnan Köse (schwarzes Basecap) mit seiner Crew in Lohberg. Foto: Heinz Kunkel.
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  • Adnan Köse (schwarzes Basecap) mit seiner Crew in Lohberg. Foto: Heinz Kunkel.
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Mit großem Staraufgebot dreht „Dinslakens Fassbinder“ Adnan Köse wieder in seiner Heimatstadt. Wir waren dabei.

Neu in der Köse-Film-Family sind u.a. Hauptdarsteller Paul Falk (13), Günter Kaufmann, (Fassbinder-Legende, der „schreckliche Sven“ aus „Wicki) und Olaf Krätke („Urobe“ / „Wicki“). Uwe Ochsenknecht und Sohn Jimi Blue, Ann-Kathrin Kramer und Udo Schenk hatten mit Adnan in „Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“ oder in „Homies“ schon das Vergnügen.

Für Dinslaken und Umgebung ist der Anblick einer Filmcrew nicht völlig neu: Denn Regisseur Adnan Köse drehte schon seinen Film „Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“, der 2008 in die Kinos kam, in seiner Heimatstadt.

Sonst sieht man solche Schauspielhochkaräter nur auf der Leinwand oder im Fernsehen.

Auch die Schauspieler waren damals hier vor Ort untergebracht und ließen sich auch mal in der Stadt sehen. Denn der Niederrheiner also solcher neigt nicht zu Hysterie und Promi-Hype. Man genießt und schweigt. Gut - wenn doch, so schreit er nicht, sondern fragt freundlich nach einem Autogramm. Wer also beispielsweise im Art Inn Hotel oder anderswo in der Stadt in aller Frühe plötzlich neben einem Star frühstückt, muss nicht etwa denken, dass er noch nicht wach ist und noch träumt.

Alles in Ordnung - Wir drehen einen Film

Nein, es ist alles Ordnung: Adnan Köse dreht einfach nur seinen neuen Film „Kleine Morde“ hier. Für Adnan ist es selbstverständlich, seinen wachsenden Ruhm auch mit seiner Stadt zu teilen und damit auch ganz konkret für den Standort hier zu werben.

Auf der Suche nach unverbrauchten Locations (Drehorten) kann man hier auch wirklich reizvolle Motive finden. So wie den Zechenturm in Lohberg, Zeuge aus der großen, noch gar nicht lange zurückliegenden Bergbauvergangenheit, die auch einst Adnans Vater aus der Türkei nach Dinslaken zog. Auch zwei große erfolgreiche Komparsen-Casting-Runden gab es im Vorfeld zu den Dreharbeiten im örtlichen Kino Lichtburg. (Der NA rief dazu auf).

Köses letzter Film „Homies“ mit Jimi Blue Ochsenknecht wurde gerade erst in den Kinos gestartet und schon arbeiten die beiden gemeinsam an „Kleinen Morden“. Das Drehbuch überzeugte auch die anderen Schauspieler und erhielt (Aber Hallo!) aus dem Stand eine der begehrten Drehbuchförderungen des Landes NRW, sowie eine ebenso begehrte Produktionsförderung der Filmstiftung NRW. Und als Sahnehäubchen auch noch den Drehbuchpreis des Kultusministeriums NRW.

Jugendkriminalität in naher Zukunft

„Kleine Morde“ spielt im Deutschland der nahen Zukunft: Das Innenministerium hat die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft, um gegen Terror und Kriminalität hart vorzugehen.

Zum neuen Gesetzentwurf zählt die umfassende Neuregelung in der Bekämpfung der Kinder – und Jugendkriminalität. Die Strafmündigkeitsgrenze ist aufgehoben worden. Kinder unter vierzehn Jahren, die eines schweren Verbrechens beschuldigt werden, müssen sich vor Gericht verantworten. In den Augen der Justiz werden sie behandelt wie erwachsene Straftäter.

Ausgerechnet der 12 jährige Martin, Sohn eines angesehenen Richters, ein Kind mit einem ungewöhnlich hohen IQ, der seine Freizeit mit großem Interesse im Gerichtssaal seines Vaters verbringt, gerät unter Mordverdacht. Kein Junge, der seine Zeit verschwendet mit sinnlosen Computerspielen oder Gewaltfilmen, sondern einer, der außergewöhnlich ist, der die Rechtsprechung fast so gut kennt wie ein Jurist, die Fachbücher seines Vaters verschlingt, mit leidenschaftlicher Hingabe die alten Schellack-Schallplatten seines Großvaters hört und bei Klassischer Musik ins Träumen kommt - dieses ganz besondere Kind wird verdächtigt, ein anderes Kind entführt und brutal ermordet zu haben.
Für alle, die Martin kennen, ist der Verdacht absurd. Martin sieht nicht nur aus wie ein bildhübscher Engel, für die meisten seiner Freunde ist er es auch. Ein gerechtigkeitsliebender Junge, zu allen loyal und fair, noch dazu ein perfekter kleiner Alleinunterhalter, der dank seiner brillanten Lateinkenntnisse – und da ist er besser als seine Lehrer – immer einen römisch-lateinischen Spruch in jeder Lebenssituation parat hat und damit begeistert.
Dieser Junge soll ein Mörder sein, ein Kind, dem nun exemplarisch vor Gericht der Prozess gemacht werden soll? Die Medien stehen Kopf, eine Sensation bahnt sich an, und alle wollen es wieder mal besser wissen.

Dieser Junge soll ein Mörder sein?

Auch die hochkarätige Staranwältin Julia Corner, die ihr Traumata mit ihrem letzten Mandanten, der sich vor ihren Augen das Leben nahm, noch längst nicht verarbeitet hat, glaubt an Martins Unschuld und nimmt sich als Strafverteidigerin seiner an.

Aber mehr wird vom preisgekrönten Drehbuch selbst vom Niederrhein Anzeiger nicht verraten, sondern: Dinslaken - demnächst im Kino!
(Erschienen im Niederrhein Anzeiger KW 17/11 cd)

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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