Zum 90. Todestag des Dorstener Jagdschriftstellers
Jäger gedenken Ferdinand von Raesfeld

Dr. Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung NRW,erinnerte an den Dorstener Ferdinand von Raesfeld.
  • Dr. Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung NRW,erinnerte an den Dorstener Ferdinand von Raesfeld.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Sabrina Czupiol

Das Cornelia-Funke-Baumhaus war gut gefüllt, als sich Mitglieder und Freunde des Hegeringes Lembeck und Dorsten am 90.Todestag des in Dorsten geborenen Jagdschriftstellers und Forstmeisters Ferdinand von Raesfeld am Montag dort trafen.

Nach den begrüßenden Worten durch Hegeringleiter Hermann Wolff und Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte Dr. Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung des Landes NRW, als Kenner der literarischen Werke von Raesfeld in seinem Vortrag auf, was uns der Altmeister heute sagen würde. Und das war viel! Denn schließlich hat es von Raesfeld in seiner Zeit auf dem Darß nicht nur geschafft, 2.000 Hektar Kiefernwald aufzuforsten. Begleitend entwickelte er eine der Biologie des dort zahlreich vorkommenden Rotwildes angepasste Bejagung mit gezielter, sozialer Organisation der Altersstruktur des Wildes. Das bleibt bis heute als zentrale Herausforderung für die Regulierung des Rotwildes.

Bejagung der Wildtauben

Aktuell sprach Dr. Petrak in diesem Zusammenhang die derzeitige Diskussion über die Bejagung der Wildtauben an, weil sich deren Population merklich verändert haben. Muttertierschutz und Lebensraumgestaltung wurde von Ferdinand von Raesfeld schon zur damaligen Zeit sehr groß geschrieben.
Weiter ging es um Vermeidung von Wildschäden und Wildverbiss, Winterfütterung und Schutz der Wildtiere vor Störungen durch Unruhe und Jagdbetrieb. Von Raesfelds hat sich auch mit der Rolle des Jägers in der Gesellschaft befasst, eine qualifizierte Minderheit. Er hat in seiner Zeit schon
darauf verwiesen, dass blinder Jagdeifer, Feindseligkeiten in der Gesellschaft schüren kann.

Jugendzeit in Dorsten

Dr. Petrak erinnerte auch an die Jugendzeit von Raesfeld in Dorsten, u.a. an Jugendstreiche, aber auch an seine hier gewonnene Liebe zur Natur und seinen ersten Reisen auf eigene Faust bereits als Zwölfjähriger in das Naturparadies Eifel.

Die Jagdhornbläser des Hegerings waren für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung zuständig, u.a. mit den eigens komponierten Stücken „Ferdinand von Raesfeld – Echo“ und „Ferdinand von Raesfeld – Fanfare“

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