Ersatz für das Matthäusheim
Matthäus-Gemeinde erläutert Pläne für neues Pfarrheim neben der Kirche in Wulfen

Architekt Stefan Risthaus, Annegret Waterkotte vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde, Pfarrer Martin Peters und Architekt Ralf Badura.
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  • Architekt Stefan Risthaus, Annegret Waterkotte vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde, Pfarrer Martin Peters und Architekt Ralf Badura.
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Die katholische Kirchengemeinde St. Matthäus erläuterte jetzt die Neubaupläne für ein neues Pfarrheim auf dem Grundstück neben der historischen Kirche am Matthäusplatz.

Die Verantwortlichen beauftragten die Architekten-Arbeitsgemeinschaft Büro Ralf Badura und Büro Stefan Risthaus mit der Planung eines Ersatzneubaus für das bisherige Matthäusheim. Das bisherige Pfarrheim an der Dülmener Straße, war ja wie schon berichtet, in die Jahre gekommen, ist stark renovierungsbedürftig und außerdem für die Gemeinde in der jetzigen Form zu groß. Unter drei möglichen Standorten für das neue Pfarrheim wurde in einem mehrstufigen Partizipationsprozess mit Beteiligung der gesamten Kirchengemeinde durch den Kirchenvorstand der Standort südlich der Kirche im unmittelbaren Dorfkern von Wulfen beschlossen. „Es gab eine lange und kontroverse Diskussion, aber ich bin froh, dass der Kirchenvorstand eine deutliche Mehrheitsentscheidung getroffen hat“, berichtet Pfarrer Martin Peters auf Nachfrage. Und weiter: „Der von den Architekten vorgelegte Entwurf reagiert auf die städtebauliche Situation mit einem kompakten eingeschossigen Baukörper, der wichtige Wege- und Blickbeziehungen insbesondere zum Südportal der Kirche frei lässt.“ In den vergangenen Tagen trafen sich die Architekten Stefan Risthaus und Ralf Badura, sowie Annegret Waterkotte, die Vorsitzende des Ausschusses für Liegenschaften und Gebäude des Kirchenvorstands, und Pfarrer Martin Peters noch ein weiteres Mal vor Ort und berichteten von den Plänen. „Die erdgeschossige Grundfläche des neuen Gebäudes beträgt 227 Quadratmeter und der zentrale Veranstaltungssaal ist in zwei unterschiedlich große Einzelräume teilbar. Um ihn gruppieren sich Garderobe, Küche, Neben- und Sanitärräume“, berichtet Architekt Stefan Risthaus. Sein Kollege Dipl.-Ing. Ralf Badura ergänzt: „Die großzügige Glasfront des vorgeschalteten Foyers ist gleichzeitig einladende Geste und Blickverbindung zu Kirche und Kirchplatz. Durch die äußere Gestaltung mit Klinkerfassade und ziegelgedecktem Satteldach werden vertraute regionale Elemente aufgenommen und das Gebäude fügt sich ortstypisch in die Umgebung ein.“ Zur aktuellen Entwurfsplanung haben die Architekten ein digitales 3D Modell erstellt, welches in Kürze auf der Homepage der Kirchengemeinde zugänglich sein wird.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2020 steht nun die Finanzierungsgrundlage für das Bauvorhaben und im Herbst 2020 erfolgten die Beauftragungen der weiteren Planungsbeteiligten und Fachplaner. Unter anderem soll ein Schallschutz-Ingenieur klären, welche Maßnahmen für eine angenehme Raumakustik und zum Schutz der Anwohner notwendig sind - beispielsweise ob eine Lüftungsanlage für das Gebäude erforderlich ist. „Das Generalvikariat trägt ein Großteil der Kosten, aber einen Teil muss auch die Kirchengemeinde zahlen“, so Pfarrer Marin Peters.

Die Entwurfsphase ist abgeschlossen und der Bauantrag wird in Kürze eingereicht. Parallel zur Genehmigungsphase werden in der Zwischenzeit die Ausführungsplanung sowie die Leistungsverzeichnisse erstellt. Im Mai bis Juni dieses Jahres sollen die Angebote für die  ausführenden Gewerke eingeholt werden und im Anschluss daran erfolgt die Vergabe der Bauleistungen. Die Vorbereitungen für das Baugrundstück haben aber bereits im Vorfeld begonnen. Ende Februar wurden die zwei Eichen am Marienbrunnen gefällt, um das Fäll- und Schnittverbot zu wahren, welches im Zeitraum vom 01. März bis 30. September gilt. Die untere Denkmalbehörde sowie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden von Beginn an in das Planungsverfahren mit einbezogen. Die geplante Realisierung in dem Bereich setzt eine bauvorgreifende Flächengrabung und Dokumentationsmaßnahme voraus, welche von einem Archäologen ausgeführt werden. Die Ausschreibung und Vergabe dieser Archäologischen Untersuchung erfolgt derzeit, deren Umsetzung
ist vor Beginn der Baumaßnahme im Frühsommer 2021 vorgesehen. Der Baubeginn für das neue Pfarrheim ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 geplant.

Das alte Matthäus Heim wird nach Fertigstellung des Neubaus zunächst noch für rund ein Jahr stehen bleiben. In der Zwischenzeit wird geschaut, ob es für andere Zwecke nutzbar gemacht werden kann, oder gegebenfalls veräußert wird. Sollte dies alles nicht gelingen, steht die Option eines Abrisses im Raum.

Quelle: Bludau

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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