Verein setzt Zeichen: KulturMeile unterstützt Envio-Opfer

Der Vorstand der KulturMeileNordstadt hat beschlossen, sich finanziell mit 100 Euro in den Opfer-Unterstützerfonds gegen Envio einzubringen. Durch diesen Fonds sollen die schwer vergifteten Arbeiter und ihre Familien die Chance haben, für den Gerichtsprozess Gutachten usw. zu erstellen. dazu schreibt der Verein:
"Wir, die KulturMeileNordstadt, verstehen uns als durchaus kritischen Verein, der im Kulturbereich sehr aktiv und nachhaltig die Nordstadt fördern möchte. Unterstützer und Mitstreiter dieses Anliegens sind daher stets willkommen. So freuten wir uns zunächst im Januar 2010 sehr über den Beitritt des „Envio Kunstfoyers“ als Fördermitglied. So begeisterte uns der Foyerraum als Galerie sowie die kostenfreie Überlassung von Atelierräumen an Künstler.
Die sich dann noch im Frühjahr 2010 abzeichnenden katastrophalen Arbeitsbedingungen und der deutschlandweit größte Umweltskandal bzgl. nachgewiesener, menschenverachtender PCB-Verseuchung hat uns tief betroffen gemacht und führte schließlich zu einem Ausschluss des Kunstfoyers aus der KulturMeileNordstadt. Im November 2010 erfolgte satzungsgemäß einstimmig dieser Beschluss auf einer Mitgliederversammlung.
Rückblickend haben wir erkannt, dass durch den Eintritt in unseren Verein offensichtlich die Geschäftsführung, in Person Herrn Neuperts, versucht hat, sich damit ein sympathisches Mäntelchen des Biedermanns zulegen wollte.
Mit dem Einstieg in den Opfer-Unterstützerfond geben wir quasi die 100 Euroan die Betroffenen zurück, die wir „großzügig“ von dem Skandal-Unternehmen als Förderbeitrag erhielten. Wir hoffen, mit dieser Geste auch weitere Nachahmer anzuregen." Weitere Infos zum Fonds gibt es unter: http://envio-opferfonds.org.

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