SPD-Ratsvertreter besuchen die westliche Innenstadt

Der ehemalige Hoesch-Verwaltungssitz an der Rheinischen Straße.
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In regelmäßigen Abständen touren die Ratsherren und -frauen der SPD-Fraktion durch die Stadtbezirke. Vor einigen Wochen besuchten die Poiltiker die westliche Innenstadt.

Die Probleme und Aufgabenstellungen in der westlichen Innenstadt sind dabei so unterschiedlich und vielfältig wie die einzenen Quartiere. Das reicht von der Parkplatznot im Kreuzviertel über die Entwicklung des Union-Viertels und den Bau des Radschnellwegs, der mitten durch den Bezirk führen würde, bis zu den städtebaulichen Plänen für das Gelände von Hoesch-Spundwand. Der stellvertretendes Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze führte die Ratsvertreter der SPD durch "sein" Quartier.

Zuwenig Parkplätze im Kreuzviertel

Die Parkplatznot im Kreuzviertel ist ein altbekanntes Problem. Hier muss, so die Ansicht der SPD-Ratsmitglieder, grundlegend gehandelt werden. Vorstellbar wäre etwa das Aufstocken des Überwachungspersonals und eine konsequentere Ahnung der groben Verstöße.

Besonderen Handlungsbedarf sieht die SPDS im Bereich des Vinckeplatzes. Auch hier muss die Partsituation besser geordnet werden. Auch der Radverkehr könnte besser und damit sicherer geführt werden. Nicht zuletzt wird eine Tempo-30-Regelung in der Kreustraße diskutiert, die Naturfreunde Kreuzviertel fordern das und haben dazu bereits Unterschriften gesammelt und eine Petition gestartet.

Kreativ-Quartier Unionviertel

Das Unionviertel soll sich als kreatives Quartier entwickeln. Nach außen sichbar werden soll dies durch verschiedene Street-Art-Malereien. Mit der Gestaltung der Fassade am "Haus der Vielfalt" in der Beuthstraße von Claudia Walde wurde die "Outside Gallery" im Viertel um ein kommunales Gebäude erweitert.

Ziel ist es, mit einer wachsenden Streetart Gallery zumindest eine nationale Visitenkarte eine kreativen Viertels entstehen zu lassen. Die Idee zur Open-Air-Gallery stammt von der Street-Art-Gallery an der Rheinischen Straße. Mehr als 20 große und kleine Wandgestaltungen namhafter Streetart-Künstler, sogenannte "Murals", sind in den vergangenen zwei bis drei Jahren so entstanden.

Union-Gewerbehof

Derzeit gibt es rund 85 kreative Ansiedlungen im Unionquartier. Neben dem Union-Gewerbehof sind das zum Beispiel Heimatdesign, Galerie 143, Projektraum Fotografie, Kettler-Verlag und viele mehr. Die Stadtteilgenossenschaft InWest eG unterstützt weitere Ansiedlungen mit verschiedenen Bausteinen wie Webseiten, einem Projektmagazin, Messeauftritten und anderen Maßnahmen.

Der Union Gewerbehof ist ein Beispiel dafür, was aus der Initiative einiger Menschen entstehen kann. Gegründet wurde der Gewerbehof 1986. Ausgehend von einer ABM-Maßnahme des EWZ (Entwicklungszentrum für berufliche Qualifizierung und Integration) und der Besetzung der Hoesch-Versuchsanstalt an der Huckarder Straße entwickelte sich hier ein Gewerbehof für umwelt- und sozialveträgliche Technik. "Nach dem Stahl sind hier rund 250 neue Arbeitsplätze entstanden", erläutert Hans-Gerd Nottenbohm, ein Mann der ersten Stunde im Gewerbehof.

Heute ist dort unter anderem das das Zentrum für Gehörlosenkultur angesiedelt, es gibt kleine Geschäfte und Cafés im Innenhof, die Urbanisten erproben dort neue Ansätze wie beispielsweise ein kleine Aquaponik-Anlage.

See auf HSP-Gelände?

Rund 40 Hektar groß ist das Gelände der ehamligen Firms Hoesch-Spundwand, die Ende 2015 geschlossen wurde. Es schließt direkt an den Union-Gewerbehof an und ist mit mehreren Werkshallen bebaut. Die Stadt hatte frühzeitig Interesse an dem Areal bekundet, wurde jedoch im Bietervefahren überboten. Das Gelände gehört nun der Firma Thelen aus Essen.

Was aus den industriellen Anlagen wird, ist noch unklar. Sie könnten demontiert, aber auch neu genutzt werden. Zumindest für den nördlichen Teil des Areals ist dies vorgesehen. Konkrete Pläne gibt es bislang noch nicht, und die kommenden Überlegungen können rund acht bis zehn Jahre in Anspruch nehmen. Spekuliert wurde bereits über einen künstlichen See, ein kleiner Ableger des Phoenix-Sees sozusagen. Etwas konkreter sind die Pläne für den ehemaligen Hoesch-Union-Verwaltungssitz an der Rheinischen Straße. Er gehört dem Objektentwickler Peach Property, der dort offenbar eine Hotelnutzung plant.

Info:

Knapp 4000 Quadratmeter Fläche sind derzeit im Unionviertel an kreative Nutzer vermietet

Bis Ende 2018 sollen mit dem Projekt 'Unionviertel.kreativ' weitere 4000 Quadratmeter für dezentrale Unternehmensansiedlungen aktiviert werden

Die Gesamtkosten betragen 1.124842 Euro

Die Stadt trägt davon rund 200.000 Euro

Projektträger 114.000 Euro

Förderung rund 808.000 Euro

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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