Forstverwaltung und Umweltamt stellen Pflanzung von 12.500 Bäumen im Kurler Busch nahe Lanstrop vor
Der Stadtwald wird umgebaut

Im Kurler Busch bei Lanstrop bohrten die beiden städtischen Forstwirte Meik Senftleben und Thomas Koentker zunächst Pflanzlöcher und pflanzten anschließend junge Buchen, die die hier teils bereits umgestürzten, teils gefällten Pappeln ersetzen sollen, bevor z.B. Brombeerranken alles überwuchern. | Foto: Roland Gorecki/Stadt Dortmund
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  • Im Kurler Busch bei Lanstrop bohrten die beiden städtischen Forstwirte Meik Senftleben und Thomas Koentker zunächst Pflanzlöcher und pflanzten anschließend junge Buchen, die die hier teils bereits umgestürzten, teils gefällten Pappeln ersetzen sollen, bevor z.B. Brombeerranken alles überwuchern.
  • Foto: Roland Gorecki/Stadt Dortmund
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12.500 neue Bäume für den Dortmunder Stadtwald haben Revierförster Axel Dehler und Sebastian Vetter, Bereichsleiter für den Stadtwald im Umweltamt, beim Ortstermin am Rahmsloher Wege am Rande des Kurler Busches in Lanstrop angekündigt.

Dort, im größten Naturschutzgebiet Dortmunds, nicht weit östlich vom Restaurant und Café Mowwe entfernt, hat die städtische Forstverwaltung bereits mit der Baumpflanzung begonnen. Um 12.500 neuen Bäume soll der Stadtwald im Dortmunder Norden in den nächsten Wochen wachsen.

Denn infolge von Stürmen, Dürre und Insektenschäden sind in den letzten drei Jahren viele Bäume im Stadtwald abgestorben. Am häufigsten sind die Nadelbaumarten Fichte, Kiefer, und Lärche betroffen. Im Kurler Busch sind es auch Pappeln. Aber auch Buchen, Eichen und Birken wurden durch die extremen Wetterereignisse geschädigt.

Während im Dortmunder Süden das Schadholz noch aufgearbeitet und abtransportiert wird, werden im Dortmunder Norden schon wieder neue Bäume gepflanzt. Durch die Pflanzungen wird der Wald verjüngt.

Gleichzeitig wird oft ein Waldumbau eingeleitet. Wo zum Beispiel bisher nicht standort-heimische Hybridpappeln - wie im Kurler Busch - oder Fichten standen, werden jetzt heimische Eichen und Buchen gepflanzt. Auf elf Einzelflächen in den Stadtbezirken Scharnhorst, Eving, Mengede, Huckarde und Lütgendortmund werden insgesamt 10.500 Rotbuchen und 2.000 Eichen gepflanzt.

Die heimischen Baumarten erhöhen laut Angaben der Stadt nicht nur die Naturnähe des Waldes. Sie seien auch besser an die hiesigen Standortverhältnisse angepasst. Das sei besonders wichtig vor dem Hintergrund der zu erwartenden Klimaveränderung. Bei der Auswahl der Baumarten müsse deshalb heute schon berücksichtigt werden, wie sich die Wasserversorgung der Bäume in Zukunft bei wärmeren und trockeneren Sommern verändert.

Wenn es möglich ist, wird der Wald durch natürlichen Samenfall der Altbäume verjüngt. Der Vorteil dieser Technik ist, dass die Jungbäume unter einem schützenden Altholzschirm aufwachsen, aufgrund ihrer großen Anzahl eine hohe genetische Vielfalt und damit Anpassungsfähigkeit aufweisen und für die Stadt Dortmund als Waldeigentümerin keine Pflanzkosten entstehen.

Ist die natürliche Verjüngung nicht möglich, weil etwa nicht genügend Samen gebildet werden, oder die Jungbäume durch konkurrierende Begleitpflanzen wie Brombeeren oder Farne nicht aufwachsen können, muss gepflanzt werden, so die Experten.

Waldverjüngung durch Neupflanzung

Eine Waldverjüngung durch Pflanzung wird auch dann notwendig, wenn die Altbäume den aktuellen und erwarteten Standortverhältnissen nicht entsprechen. Das ist zum Beispiel bei alten Fichtenbeständen der Fall.

Die jetzt begonnenen Pflanzarbeiten erstrecken sich über fast alle größeren Waldgebiete im Westen, Norden und Nordosten der Stadt. Konkret soll in diesen Bereichen gepflanzt werden: im Wickeder Holz und im Kurler Busch im Stadtbezirk Scharnhorst, im Grävingholz im Bezirk Eving, im Dellwiger Wald in Lütgendortmund, im Bodelschwingher Wald und in der Mengeder Heide in Mengede sowie in dem stadtbezirksübergreifend in Huckarde und Mengede liegenden Rahmer Wald.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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