Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau besuchte das Knappschaftskrankenhaus in Lütgendortmund
Mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsbedingungen dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnen

Bei einem Rundgang durchs Haus präsentierte Krankenhausleiter Matthias Wagner (l.) der Landtagsabgeordneten Anja Butschkau die bereits modernisierten Patientenzimmer, wie dieses Komfort-Zimmer auf der psychiatrischen Station.
  • Bei einem Rundgang durchs Haus präsentierte Krankenhausleiter Matthias Wagner (l.) der Landtagsabgeordneten Anja Butschkau die bereits modernisierten Patientenzimmer, wie dieses Komfort-Zimmer auf der psychiatrischen Station.
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Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau besuchte am Montag das Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, das Teil des Klinikums Westfalen ist. Standortleiter Matthias Wagner stellte der Abgeordneten die aktuellen Modernisierungs- und Entwicklungsprojekte des Krankenhauses vor. Bei einem Rundgang durchs Haus konnte sich Butschkau selbst von den Vorzügen der modernisierten Stationen überzeugen.

Investitionen sichern Zukunft des Krankenhausstandorts Lütgendortmund

„Es ist beeindruckend, wie sich das Krankenhaus entwickelt. Vor wenigen Jahren stand der Krankenhausstandort noch vor dem Aus. Durch erfolgreiche strategische Planung und gezielte Investitionen konnte das Klinikum Westfalen als neuer Träger die Zukunft des Hauses sichern“, zeigte sich Butschkau zufrieden.

So wurden bereits ein Teil der geriatrischen und die psychiatrische Station erneuert, zum Teil als Komfort-Einzelzimmer. Ergebnis sind moderne Patientenzimmer, die heller und geräumiger sind und ein eigenes Bad haben.

Auch auf medizinischer Seite wurden mit dem AltersTraumaZentrum, in dem Ärzte verschiedener Fachrichtungen krankenhausübergreifend im intensiven Austausch zu einzelnen Patient*innen stehen, und der psychiatrischen Institutsambulanz moderne Strukturen geschaffen. Letztere bietet auch digitale Sprechstunden, z.B. für Angstpatient*innen an.

Darüber hinaus setzt das Krankenhaus immer stärker auf die Digitalisierung, um das Ärzte- und Pflegepersonal zu entlasten und die Patientensicherheit zu stärken, z.B. bei der Behandlungs- und Pflegedokumentation, der Medikamentenabgabe und der Lagerhaltung.

Klinikum Westfalen investiert in die Ausbildung von Pflegekräften

Butschkaus Besuch hatte aber auch einen politischen Hintergrund. Butschkau interessierte vor allem, wie sich das Klinikum Westfalen bei der Gewinnung von Pflegekräften aufstellt. Der Fachkräftemangel ist hier besonders groß. Mit Matthias Wagner (Leiter am Standort Lütgendortmund), Matthias Suelmann (kaufmännischer Direktor), Thorsten Muschinski (stellv. Pflegedirektor), Dr. Anke Reckert (Leitende Oberärztin Innere Medizin und Geriatrie) und Lukas Tacke (Verwaltunsleiter am Standort Lütgendortmund) tauschte sie sich über Maßnahmen in diesem Bereich aus.

Das Klinikum Westfalen investiere stark in die Ausbildung. Die Zahl der Ausbildungsplätze für Pflegekräfte wurde von 100 auf 200 verdoppelt und eine moderne, digitale Lerninfrastruktur geschaffen. Problematisch sei hier jedoch, dass es kaum Pflegepädagogen, die den Pflegenachwuchs ausbilden können, auf dem Arbeitsmarkt gebe.

Durch Kooperationen mit Dortmunder Schulen versuche man zudem, motivierte Auszubildende für den Pflegeberuf zu gewinnen. Man überlege auch, in Vietnam Pflegefachkräfte zu rekrutieren und dort nach deutschen Standards ausbilden zu lassen, denn dort gibt es mehr Pflegekräfte als Bedarf da ist.

Pflegeberuf braucht attraktive Arbeits- und Ausbildungsbedingungen

Butschkau: „Der Pflegeberuf muss attraktiver werden. Gerade in Zeiten steigenden Fachkräftemangels können Arbeitgeber nur mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsbedingungen punkten, um motiviertes und kompetentes Personal zu gewinnen.“

Autor:

Martin Schmitz aus Dortmund-West

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