Demonstration am Hambacher Forst: "Es war fast wie in Woodstock!"

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Kleinkinder und ihre Eltern, Babys im Tragetuch, junge, top gestylte Mädchen, zig Menschen mit Dreadlocks, viele Trommler aus Köln, ältere Herrschaften mit Spazierstock und jede Menge Barfußläufer: Die Demonstration am Hambacher Forst mit einem kunterbunten Publikum war bestens besucht - und weit mehr als "nur" eine Demo. Immer wieder hörte man aus den Reihen: "Erinnert mich irgendwie an Woodstock!"

50.000 Menschen demonstrierten am 6. Oktober am Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes. Es ist die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. 

"Hambi muss bleiben!"

"Es ist die erste Demonstration meines Lebens, die ich gezielt besuche. Und so geht es auch vielen meiner Freunde und Bekannten", erzählt Anja Braun aus Düsseldorf. Mit ihren zwei Kindern ist sie seit dem frühen Morgen bereits auf den Beinen. Allein vier Kilometer musste sie über Stock und Stein laufen, um zur Rednerbühne auf dem platten Feld zu gelangen.

Ihre Demonstrationsschilder auf Windelverpackungen habe sie zusammen mit ihren Kindern gebastelt. "Hauptsächlich bin ich für meine Kinder hier, ich möchte sie früh auf das Thema Umweltschutz und Klimawandel sensibilisieren, denn dieser zeigt sich mehr als deutlich." Neben ihr kamen tausende junger und alter Menschen in Buir zusammen, um den vorläufigen Rodungsstopp zu feiern, gegen die Braunkohleförderung zu protestieren und dem Energiekonzern RWE die Stirn zu bieten.

Auch wenn das eine oder andere Elternteil sicherlich Bedenken hatte, bei der Großdemonstration dabei zu sein, wurden sie von den Organisatoren schnell eines besseren belehrt: "Je mehr Kinderwagen, desto besser!" So fuhren auch Busse von Bio-Bauernhöfen, voll gepackt mit jungen Familien, Richtung Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlenrevier. 

Am Mittwochmorgen soll der Protest von 8.45 bis 10 Uhr vor dem Landtag Düsseldorf weitergehen. 

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