„Das Fahrrad darf nicht als Verkehrsmittel untergeordneter Priorität betrachtet werden“
Junge Grüne Düsseldorf machen mit Radtour auf lebensgefährliche Straßen und Kreuzungen aufmerksam

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Am Montag luden die Jungen Grünen Düsseldorf zur „infrastrukturkritischen Radtour“ unter dem Titel „Tour de Schlagloch“ ein. Die jungen Engagierten fuhren zusammen mit interessierten Bürger*innen problematische Kreuzungen, fehlgeplante Fahrradwege und gefährliche Straßen in Düsseldorf ab. Zuvor hatten die Jungen Grünen in den sozialen Medien dazu aufgerufen, die fahrradunfreundlichsten Straßen Düsseldorf einzureichen.

Die Aktivist*innen machten unter anderem auf der Grafenberger Allee Halt: „Der Radweg befindet sich dort auf dem Gehweg und ist, wie an vielen Stellen in Düsseldorf, viel zu schmal. Der Untergrund ist sehr uneben und die Baustellenbeschilderung für Radfahrende ist sehr verwirrend, was zum klassischen Konflikt Rad gegen Fußgänger*innen führt“, erklärt Sarah Löffler (23), Sprecherin der Jungen Grünen Düsseldorf und Kandidatin auf Platz 7 der Grünen Liste für die Kommunalwahl.

Auch die Ulmenstraße ab Tannenstraße stadteinwärts war für die Teilnehmenden der Tour eine klare Problemstelle. „Dort besteht teilweise für Fahrräder die Pflicht, einen schmalen Bürgersteig mit losen und schiefen Gehwegplatten zusammen mit den Fußgänger*innen zu nutzen. Dabei ist die Fahrbahn dort mehrspurig und man könnte einfach eine Fahrspur zum Radweg umwidmen“, findet Lukas Mielczarek (20), der als Spitzenkandidat der Grünen auf Listenplatz 2 kandidiert.

„Mit unserer Aktion haben wir auf die dürftige Situation der Fahrradinfrastruktur in Düsseldorf hingewiesen. Viele Düsseldorfer*innen erleben auf ihrem täglichen Weg zur Schule, Hochschule oder Arbeit teils lebensgefährliche Situationen mit dem Fahrrad - sei es durch zugeparkte Radwege, durch Schlaglöcher, durch Radwege, die ins nichts führen oder durch zu enge Radwege, auf denen Autos den Radfahrer*innen zu nahe kommen. Das wollen wir ändern“, erläutert Sarah Löffler.

Die Jungen Grünen fordern, dass die „Vision Zero“, also null Verkehrstote, Maßstab der Verkehrsplanung in Düsseldorf wird. Radwege sollen so sicher gestaltet und verständlich markiert sein, dass auch Kinder selbstständig mit dem Fahrrad zur Schule radeln können. „Wir wollen geschützte Radwege, die physisch von Auto und Fußgänger*innen getrennt sind und so genug Platz und Sicherheit bieten. Auf jeder Straße mit mehreren Spuren für den Autoverkehr, die keinen Radweg besitzt, muss eine Spur zur Fahrradspur werden. Ohne wenn und aber – die Zeit des Radwegeflickwerks muss vorbei sein.“, ergänzt Lukas Mielczarek. „Das Fahrrad darf nicht als Verkehrsmittel untergeordneter Priorität betrachtet werden. Wir brauchen einen grundlegenden Sinneswandel in der Verkehrsplanung. Während der Coronapandemie haben sehr viele Menschen in Düsseldorfs das Fahrrad neu für sich entdeckt – die Bürger*innen sind da viel weiter als die Politik.“

Die Engagierten rufen nun Radfahrende dazu auf, ihre negativen Erlebnisse und pikanten Problemstellen im Straßenraum unter dem Hashtag #TourDeSchlagloch zu teilen.

Autor:

Lukas Mielczarek (GRÜNE) aus Düsseldorf

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