Einstellung auf Starkregenereignisse durch Anpassung der Kanalnetze - Schutz der Bürgerschaft und Tierwelt vor Überflutungen
Stadtplanung und Klimawandel - quo vadis?

Im Einsatz für Natur- und Tierschutz: Die Essener Ratsfrau Elisabeth-Maria van Heesch von der Tierschutzpartei Essen bei einer Demonstration gegen die Versiegelung einer Grünfläche inmitten eines dichtbebauten Wohngebietes.
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Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei - Landesverband NRW hinterfragt kritisch die Stadtplanungen der Verwaltungen im Kontext des Klimawandels und seiner Folgen. Der Klimawandel und seine Folgen müssen endlich Thema der Stadtplanung der Kommunen werden.
"Nach einer aktuellen Studie der Bauindustrie NRW ist z.B. die Kanalisation in NRW für die bedingt durch den Klimawandel immer häufigeren Starkregenereignisse nicht ausgelegt," so Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW. Laut der Studie ist von einem derzeitigen jährlichen Investitionsdefizit von rund 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro allein bezogen auf das NRW-Kanalnetz auszugehen. Die Tierschutzpartei fordert die Kommunen auf, die entsprechenden Finanzmittel in ihre Haushalt einzustellen, die notwendigen Stadtplanungsmaßnahmen einzuleiten. Auch das Land NRW sei hier gefragt, die Kommunen zu unterstützen. Überflutungen und Dürren machten nicht an den Stadtgrenzen halt.

Regelmäßige Überflutungen und ihre Folgen für Bürgerschaft, Flora und Fauna
"Neben den Gefahren und Schadenspotentialen durch Überflutungen geht es natürlich auch um die Thematik der Dürrezeiten, wie im langen heißen Sommer 2018 ersichtlich. Eine Anpassung und Vergrößerung des Kanalnetzes, Erhöhung des Abflussvolumens in die natürlichen Flusssysteme und damit Steigerung der Wassermengen in den Flüssen, eine Stärkung der Versickerungsmöglichkeit des Regens in den Städten durch Renaturierung versiegelter Industriebrachen u.a. sind Aufgaben der Stadtplanung, denen sich die Kommunen angesichts des Klimawandels unbedingt kurzfristig und unter Bereitstellung der benötigten Finanzen zu stellen haben," erläutert Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW.
Regelmäßige Starkregenereignisse in Kombination mit extremen Dürrephasen schädigen direkt Natur und Tierwelt. Die Bürgerschaft hat sich in Konsequenz der nicht auf den Klimawandel eingestellten veralteten Stadtplanungen mit Überflutungsschäden zu befassen - eine Entwicklung, der entgegenzuwirken ist, so die Tierschutzpartei.

Tierschutzpartei fordert Sonderprogramm des Landes NRW
Der massive Investitionsrückstau in den NRW-Kommunen bezogen auf die Infrastruktur der Kanalsysteme ist aktuell durchaus dramatisch zu nennen. Auch der Städte- und Gemeindebund thematisiert dieses Problem und fordert Maßnahmen. 
"Die Tierschutzpartei fordert die Auflegung eines Sonderprogrammen des Landes NRW zur Unterstützung der Kommunen bei bau- und planungsrechtlich notwendigen Maßnahmen im Kontext des Klimawandels," so die Essener Ratsfrau Elisabeth-Maria van Heesch, Mitglied des Stadtplanungsausschusses für die Tierschutzpartei, Ratsgruppe Tierschutz/BAL. Das Thema Klimawandel müsse endlich auch in den Stadtplanungsämtern ankommen.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch Tierschutz Essen aus Essen

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