Kolumne Straßenbauer

Der Straßenbauer ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Er umfaßt den Neu- und Ausbau von Straßen und Wegen aller Art und deren Instandhaltung. Dafür müssen Erdarbeiten durchgeführt werden. Außerdem richten die Straßenbauer die notwendigen Entwässerungseinrichtungen ein. Daneben verlegen Straßenbauer Kabel- und Versorgungsleitungen.

Kolumnen über staatlich anerkannte Ausbildungsberufe schreiben - was soll das? Gibt es keine besseren Themen? Ja, vielleicht gibt es die tatsächlich. Reiseberichte lesen sich bestimmt auch gut. "Sex sells" - Sex verkauft sich gut, wie die Amerikaner und Engländer sagen und inzwischen auch wir Germanen wissen. Schmuddeltexte kann ich aber woander veröffentlichen.

Angesichts der öffentlichen Diskussion beitet es sich an, über Ausbildungsberufe zu schreiben. Theoretische Berichterstattung finden sich bei BerufeNet, der berufskundlichen Datenbank der Bundesagentur für Arbeit im Internet, die dazugehörigen Bildungsangebote finden sich dann in der ebenfalls elektronischen Datenbank KursNet.

Gerade bei exotischen Berufen - der Straßenbauer gehört zu eden sogenannten Baunebenberufen - erscheint es (zumindest mir) doch recht umständlich und mühevoll, reale, also lebendige Ansprechpartner zu finden. Also nutze ich meine reichlich vorhandene Phantasie, um kleine Geschichten über den jeweiligen Beruf zu schreiben.

Der Straßenbauer
ist kein Gassenhauer
ihn kennt keiner
außer mein Freund Heiner
Seine Hauptschule
war keine Wissenskuhle
danach will er leben
nix anstreben
Lernen ist was für Dumme,
er gerät auf die Bahn, die krumme
Urlaub macht er in Schweden
darüber möcht´ er nicht reden
dann kam aber die Liebe
es regten sich die Triebe
Ins Kino? Kirmes? Und Kinder?
Nichts geht geschwinder!
Was kostet die Welt?
Genau? Viel Geld!
Da ist der Straßenbauer
dann doch ein Gassenhauer.

Und ein Arbeitstag war sogar richtig spanned, wie Heiners Freund Tobias berichtet. "Wir sollten einen forstwirtschaftlichen Weg anlegen," berichtet der junge Mann. "Als wir auf einem Teilstück Baumwurzeln entfernen wollten, fanden wir auf einmal Knochen. Zuerst dachten wir, die wären - wie so oft - von einem Tier. Doch dann entdeckten wir einen Schädel. Da war klar, daß da ein toter Mensch liegt."

Die Arbeiter holten die Polizei. Die begannen mit ihren Ermittlungen. "Wir haben nur noch das Ergebnis mitbekommen. Da hatte ein eifersüchtiger Ehemann sein ihm angetrautes Weib erschlagen und hier begraben."

Solche spektakulären Ereignisse sind aber selten, wie Tobias betont. "Der Alltag ist die Regel."

Autor:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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