Verband Duisburger Bürgervereine e.V. verlieh Bürgerehrenwappen 2010

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Drei würdige Vertreter aus der Stadt Duisburg wurden nun vom neuen Verbandsvorsitzen Hermann Wesslau im Rathaus am Burgplatz für ihr langjähriges Engagement für die Stadt und ihre Bürger ausgezeichnet. Für 100 Jahre im Dienste der Bürger die Bürgervereinigung „pro Duisburg“ sowie der „Ruhrorter Bürgerverein von 1910“ und für ihr soziales Engagement die „Telefonseelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen“.

Hausherr OB Adolf Sauerland, hob in seinen einleitenden Worten noch einmal hervor, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement in einer Stadt ist. „Duisburg ist zwar am an Geld aber reich an engagierten Bürgern“ so der OB. Wichtig sei, daß nicht Eigennutz im Mittelpunkt steht sondern dass man etwas für die Bürger tut.

Begrüßen konnte er zahlreiche „Schon“ Träger des Ehrenwappens und gratulierte dem neuen Vorsitzenden Hermann Wesslau zur Wahl in ein verantwortungsvolles Amt. Er habe eine große Aufgabe von seinem Vorgänger Rolf Peters übernommen, dessen Engagement im Duisburger Süden er besonders hervorhob. „Dieser hat eine Schuhgröße vorgegeben an der man Sie messen wird!“

Mit den drei zu Ehrenden habe man drei Vorbilder ausgesucht, die sich für Duisburg stark machen und sich leidenschaftlich für die Menschen in der Stadt einsetzen.

Hermann Wesslau blickte bei der Einführung zur Ehrung von „pro Duisburg“ in jene Zeit zurück, als der „Verkehrsverein“ im Jahr 1910 gegründet wurde. „In Deutschland regiert Kaiser Wilhelm, in Duisburg OB Karl Lehr, die Autos haben Hartgummibereifung und die Stadt blüht auf!“ Und mit Laudator Rainer Zimmermann hatte man genau den richtigen Griff getan. Er blickte zurück in die langjährige Geschichte der Vereinigung, und dabei schmunzelnd erklärte: „…die vitaler ist als Johannes Heesters!“

Ebenfalls auch der Rückblick auf die 100 Jahr Feier im Juni am gleichen Ort. Es sei nicht leicht eine Stadt nach vorne zu bringen. „pro Duisburg“ sei immer bemüht gewesen, diese schwere Arbeit zu übernehmen.

Das Duisburg sehr kontrastreich ist beweist, daß neben Kohle und Stahl auch wunderbare Naturschönheiten wie die Wedau, der Töppersee oder auch das Dorf Friemersheim das Bild der Stadt prägen. Die Stadt sei Lebenswert und es gibt viel zu tun.

„pro Duisburg ist hierfür ein Musterbeispiel und durch das Jahrbuch, die Verleihung des Kaisermünzenpreises und viele andere Aktivitäten immer im Alltag der Menschen präsent!“ so der Laudator.

Das die Vorgänger des heutigen Vorsitzenden Hermann Kewitz hieran nicht ganz unbeteiligt waren, hob Zimmermann ebenfalls hervor. Hans Georg Michael, Günter Erbe, Karl Heinz Becker und natürlich Heinz Pletziger waren Garanten für eine kontinuierliche Vereinsarbeit. Insbesondere Heinz Pletziger habe den früheren Verkehrsverein zum Jahrtausendwechsel in neue Bahnen gelenkt und attraktiv für die Zukunft gemacht.

Nicht nehmen ließ es sich Hermann Kewitz, dem Laudator einen Aufnahmeschein als 411. Mitglied für seinen Verein mit auf den Weg zu geben, was dieser mit den Worten kommentierte: „Dann bin ich Mitglied in 99 Vereinen in Duisburg!“

Auch Hermann Kewitz ging in seinen Dankensworten auf die bewegte Geschichte des früheren „Verkehrsvereins“ ein und sprach von einer „Seelenverwandtschaft“ zwischen dem Verband der Bürgervereine und „pro Duisburg“. Man fühle den Puls der Menschen in der Stadt draußen in den Stadtteilen. „Hierfür stehen die Bürgervereine der Stadt!“ In diesem Zusammenhang verwies er auf den Verlust von Heimat durch unnötigen Abbruch von markanten Gebäuden, wie z.B. der Buchholzer Kirche „Heilig Geist“!

Es folgte die Ehrung der „Telefonseelsorge“ ging eine Laudatio von Gisela Kemmer, langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin und spätere Leiterin der ökumenischen Telefonseelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen voraus, in der sie sehr detailliert auf die hohen Anforderungen der ehrenamtlich tätigen Seelsorger einging und einige Fallbeispiele der Arbeit aufzeigte. 60 – 70 Anrufe erreichen die 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Tag und Nacht an allen Tagen im Jahr ihren Dienst verrichten.

Und auch der Leiter der Telefonseelsorge Olaf Meier hob in seinen Dankensworten die unermüdliche Arbeit seiner haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter hervor, die immer ein offenes Ohr für die Probleme ihrer Mitmenschen haben.

Alles in allem hatte der Verband der Bürgervereine einen würdiger Träger mit dem „Bürgerehrenwappen“ ausgezeichnet.

Nicht zuletzt war es noch einmal ein „Hundertjähriger“, den man im „Ruhrorter Bürgerverein“ gefunden hatte, und mit dem Ehrenwappen auszeichnete. Die Laudatio hielt Bürgermeister Benno Lensdorf, selbst Ruhrorter und mit den Gegebenheiten im Hafenstadtteil bestens vertraut.

„Mit 100 Jahren muss man nicht alt sein. Der Ruhrorter Bürgerverein beweist, dass man durchaus noch frisch und vital sein kann!“

Dieses habe das besonders große Engagement im Rahmen der „Kulturhauptstadt 2010“ gezeigt. Der Ruhrorter Bürgerverein 1910 e. V . ist nicht nur Mittler zwischen Bürgern, Wirtschaft, Stadtverwaltung und Politik sondern auch Bewahrer der Historie des Hafenstadtteiles. Und immer steht das Motto: „Für ein liebens- und lebenswertes Ruhrort!“ im Mittelpunkt seines Handelns. Und auch Mario Adams nahm, wie auch die anderen Ausgezeichneten, für seinen Verein diese sehr gerne entgegen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die „Restroom Singers“ vom Polizeichor Duisburg, die wunderbar „a capella“ bekannte Melodien intonierten.

Die Fotostrecke der Veranstaltung finden sie wieder bei LOKALKOMPASS Bürgerreporter Detlef Schmidt:

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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