Die Sieger des Umweltpreises

"In diesem Jahr wird zum zweiten Mal der mit 3.000 Euro dotierte Umweltpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes in Duisburg verliehen. Sieben Wettbewerbsbeiträge konkurrierten um die Gunst der Jury, die am 11. Mai in nichtöffentlicher Sitzung die Sieger ermittelte.

Das zehnköpfige Gremium unter der Leitung des Vorsitzenden des Umweltausschusses der Stadt Duisburg, Prof. Dr. Dieter Kantel, hatte keine leichte Aufgabe, aus den vielfältigen Umweltprojekten nur einen Sieger zu ermitteln und beschloss deshalb, nach lebhafter Diskussion mit Stimmenmehrheit, eine Aufteilung des Preisgeldes.

Die Wahl fiel auf zwei herausragende Projekte:
Erster Preis: 2.000 Euro für das Projekt „Duisburger Klimabotschafter – Plant for the Planet“ für den vorbildlichen Einsatz der Zukunftsgeneration für die Klimagerechtigkeit und die Natur in Duisburg
Zweiter Preis: 1.000 Euro für das Projekt Bürgerinitiative „Saubere Luft“ für ihr langjähriges intensives Engagement gegen das Kohlekraftwerk im Chempark Uerdingen und somit für die Duisburger Luft und Gesundheit der Duisburger Bürger.

Stadtdirektor Dr. Peter Greulich wird die Preisträger im Rahmen der Duisburg Umwelttage in einer Feierstunde im Rathaus ehren und den Siegern das Preisgeld und eine Urkunde für ihr besonderes Umweltengagement für Duisburg überreichen.

Infos zu den Duisburger Klimabotschaftern:

Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wurde 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner ins Leben gerufen. Deren Ziel ist es, ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen und weltweit 131 Millionen Bäume zu pflanzen. Im Rahmen der Duisburger Umwelttage 2009 wurden von ihm 70 Kinder in einer Umweltakademie zu Klimabotschaftern ausgebildet, die sich seither mit folgenden Aktionen für Klimagerechtigkeit einsetzen:
• Kinder im eigenen Umfeld (Schule, Vereine, Familie) werden über die Folgen des Treibhauseffekts und den dadurch verursachten Klimawandel informiert und für das Projekt begeistert. Auf verschiedenen Umweltakademien haben Duisburger Klimabotschafter andere Kinder (zum Beispiel in Düsseldorf, Bonn, Göttingen) zu Klimabotschaftern ausgebildet.
• Sie halten Vorträge vor Erwachsenen, um ihnen zu verdeutlichen, dass die Folgen des Klimawandels nicht durch Reden bekämpft werden können und haben auch an Podiumsdiskussionen mit Erwachsenen teilgenommen.
• Auf zahlreichen Stadtfesten (Umweltmarkt, Energiespaßtage, Brunnenfest) haben sie Duisburger Bürger über die Ziele des Projekts Plant-for-the-Planet informiert und Spenden gesammelt.
• Durch Spenden konnten bei zwei großen Pflanzaktionen, zusammen mit den Förstern der Stadt Duisburg, schon über 4.000 Bäume gepflanzt werden. Laut Absichtserklärung setzen sich die Klimabotschafter dafür ein, dass durch ihre Initiative in Duisburg 25.000 Bäume gepflanzt werden.
• Zur Fernsehreihe „Neuneinhalb“ hat ein Fernsehteam der ARD mit den Klimabotschaftern in Duisburg eine Reportage gemacht, die Ende letzten Jahres ausgestrahlt wurde und so viele Kinder erreichen konnte.
• Im Kinderrat der Plan-for-the-Planet-Stiftung sind fünf besonders aktive Klimabotschafter aus Duisburg.

Info zur Bürgerinitiative „Saubere Luft“:

Die BI aus Rheinhausen kämpft seit 2006 gegen das geplante Steinkohlekraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen, weil es die Luftqualität in Duisburg, insbesondere in DU- Rheinhausen, verschlechtern wird. Die BI legt Wert darauf, dass sie keine industriefeindliche Position einnimmt und sich bewusst ist, dass die Belange von Umweltschutz und Arbeitsplätzen in Widerspruch stehen. Mit zahlreichen Aktivitäten sorgt die BI für die Aufklärung der Bevölkerung:
• Unterschriftensammlungen – 23.000 Einwendungen wurden bei der Bezirksregierung eingereicht, 5.000 Menschen wurden für Online-Proteste aktiviert
• Intensive Bildungsarbeit in monatlichen Versammlungen und div. Veranstaltungen zu Themen wie zum Beispiel Klimawandel, Luftreinhaltepläne, Folgen der Feinstaubbelastung, Dieselruß-Emissionen der Binnenschifffahrt, Recyceln statt Verbrennen
• Intensive Lobbyarbeit, u. a. Dialog mit Gewerkschaften und Interessenvertretern der Chempark-Beschäftigten, Kooperation und Diskussion mit Parteienvertretern zur Unterstützung der Ziele, Kontakte zu Vereinen
• Demonstrationen, Flugblätter und Aktionen wie zum Beispiel Beteiligung an einer Delegation des Klimabündnisses Niederrhein zum Weltklimagipfel in Kopenhagen
• Intensive Pressearbeit zu aktuellen Entwicklungen
• Schaffung, Mitarbeit und Förderung von Netzwerken z.um Beispiel Bürgerforum Rheinhausen 2027, BUND Duisburg und NRW, Klimabündnis Niederrhein und auf nationaler Ebene die Klima-Allianz (die bundesweite Kampagnen gegen den Bau von Kohlekraftwerken durchführt)
Sie haben mit Unterstützung des BUND und des NUV (Niederrheinischer Umweltschutzverein) maßgeblich dazu beigetragen, dass nunmehr nach fünf Jahren beharrlichen Protestes sogar eine Planungsänderung möglich scheint, denn Trianel prüft zurzeit die Alternative eines Gas- und Dampf-Kraftwerkes," berichtet die Stadt Duisburg.

Autor:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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