Marketingclub Duisburg traf sich auf der Kommandobrücke des „Schauinsland Liners“

Eine gelungene Veranstaltung des Marketingclub Duisburg auf der "Kommandobrücke" des Duisburger Reiseveranstalters Schauinsland
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  • hochgeladen von Harald Molder

Wenn man auf der Stresemannstraße in Richtung Innenhafen geht, kommt es dem Betrachter fast so vor, als ob man auf ein riesiges Kreuzfahrtschiff zuläuft. Dieses ist das neu erbaute Verwaltungsgebäude des Duisburger Reiseveranstalters „Schauinsland Reisen“ (SLR).

Und nicht ohne Grund begrüßte Club Präsident Roland Bischoff vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein die rund 60 Gäste des Clubabends, der unter dem Motto: „Marktsegmentierung - Urlaub wie ich ihn mag“ stand, in der Erwartung, dass der „Liner“ irgendwann ablegen wird.

Einführende Worte gab Hausherr und Gastgeber Gerald Kassner in seiner Begrüßungsrede zur Unternehmensgeschichte der „Schauinsland Reisen GmbH“, ein mittelständischer, unabhängiger Reiseveranstalter, der bereits in der dritten Generation von der Familie Kassner geführt wird.

Zu hören war die bewegte Geschichte eines Unternehmens, das im Jahr 1918 als Transportunternehmen gegründet wurde und sich im Laufe der letzten 9 Jahrzehnte zu einem der ältesten, führenden und erfahrensten Reiseveranstalter Deutschlands entwickelt hat.

Einige markante Jahreszahlen möchten wir hier gerne nennen:

1918 als „TRANSPORTUNTERNEHMEN ERICH KASSNER“ in der damaligen Stadt Hamborn gegründet, war das erste Transportmittel nach Beendigung des 1. Weltkrieges ein großer Leiterwagen mit 2 PS. Hiermit wurden Transporte aller Art und Möbelspeditionen angeboten.

Im Jahr 1932 wurde nach der Weltwirtschaftskrise das Geschäft um Personenbeförderung erweitert. Der Firmenname lautet fortan: „TRANSPORTE UND OMNIBUSBETRIEB ERICH KASSNER“. Mit 5 Reisebussen von 12 bis 18 Sitzplätzen wurden u.a. auch Künstlergruppen, wie die bekannten „Fratellini´s“ zu Auftritten und Konzerten gefahren.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen im Jahr 1947 die ersten größeren Busse zum Einsatz. Ab 1951 erhielt das Unternehmen die erste Genehmigung für den Personen- Pendelverkehr. Der erste Reisebus war ein 38-sitziger „Magirus – Deutz“.

Im Jahr 1952 firmiert das Unternehmen um auf „OMNIBUSBETRIEB UND REISEDIENST ERICH KASSNER“. Der Speditionsbetrieb wird eingestellt.

Und bereits 1954 gibt es eine erneute Umbenennung in den heute bekannten Namen „SCHAUINSLAND REISEN“, damals noch mit dem Zusatz „ERICH KASSNER“. Mit großem Erfolg wurden die ersten Fahrten mit modernen Fernreisebussen zur Costa Brava durchgeführt.

Im Jahr 1959 dann die Eröffnung des „SCHAUINSLAND“ Reisebüros und Erscheinen des 1. Kataloges für Ferienreisen innerhalb Deutschlands und Österreichs. Das „Ruder“ übernahm nun die zweite Generation, Frau Doris und Erich Kassner jr.

Vor 50 Jahren wurden dann im Jahr 1961 die ersten Ferienflugreisen nach Ibiza und Mallorca mit der LTU durchgeführt. Damals flogen noch Caravelle und Fokker.

Stolz zeigte sich der Gastgeber aber auch über die nur 13monatige Bauzeit der neuen Firmenzentrale und wies auch auf das stete Umsatz Wachstum und die rund 745.000 zufriedenen Kunden hin. Im Unternehmen arbeiten ca. 180 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2009/10 rund 496 Millionen Euro.

Die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Duisburg brauchte Kassner nicht noch einmal zu betonen. Das vielfältige Engagement des Unternehmens sieht man überall in der Stadt, und spätestens mit dem Kauf der Namensrechte der MSV Arena im Juli 2010 ist dieses auch weithin sichtbar.

Nach der Begrüßung übernahm Verkaufsleiter Detlef Schroer die Aufgabe, den Gästen des Clubabends die Touristikbranche sowie das Unternehmen „Schauinsland Reisen“ vorzustellen. Dank seiner lockeren Art war der Vortrag kurzweilig und informativ. Langeweile kam bei den Zuhörern trotz der Fülle der Informationen dabei nicht auf.

„Wir verkaufen Träume!“ war sein Resumee der Hauptaufgaben als Veranstalter.

Man erfuhr eine Menge über die Marktsituation und die Mitbewerber. Das das Duisburger Unternehmen hierbei einen stolzen 7. Platz einnimmt wurde von den Anwesenden mit Applaus honoriert.

Besonders hob Schroer hervor, dass man trotz der vielfältigen Möglichkeiten einer Reisebuchung, hierbei etwa ein Viertel über das Internet, am traditionellen Vertreib über das Reisebüro festhalte.

„Es gibt 10.278 Büros in Deutschland. Und diese beraten unsere Kunden qualitativ hochwertig.“

Schroer ging noch auf die aktuelle Produktpalette für das Reisejahr 2012 ein. Sechs neue Kataloge werden das Sommerprogramm beinhalten und ein auf „höchstmögliche Flexibilität“ ausgerichtetes Programm, dass nicht nur in den straffen Vorgaben bei der Reisezeit einer individuellen Planung gewichen ist – „es sind auch drei, fünf oder elf Tage Reisedauer buchbar“ – sondern auch die Vielfalt individueller Reisewünsche wie z.B. „Schnarcherzimmer“ biete eine immense Grundlage für weitere Erfolge, so der Reisefachmann!

Interessant waren natürlich auch seine Antworten auf die Fragen:

„Wie teilt sich der Markt auf? Was sind die Besonderheiten in der Branche? Wie agiert Schauinslandreisen auf werblicher Ebene?“

Beim anschließenden „Get together“ wurden zahlreiche Gespräche geführt und die Zeit von den Gästen fürs „Networking“ genutzt.

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