Kolumne: Kalkar

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Sensationsfund in Kalkar am Niederrhein! Kirchenhistoriker haben in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchäologen historisches Holzspielzeug in einer der örtlichen katholischen Kirchen entdeckt.

Doch Vorsicht: "Es handelt sich dabei aber nicht etwa um Spielzeug für Kinder, sondern um Spielzeug für Erwachsene," ist sich Willibald Theobald Gotthold Gräphhäuser, der federführende Ausgrabungsleiter, sicher.

Aus seiner Sicht ist der Grund dafür einfach. Viele Menschen konnten früher nicht lesen und schreiben. Was lag da näher, Holzspielzeug - neben farbigen Glasfenstern - als Mittel und Weg einzusetzen, um schlichten Menschen die Bibel näherzubringen. Die einfachen Gemüter mußten dann nicht lange still sitzen und zuhören, sondern konnten (wie in einem Theater auf der Bühne) sehen und hören, was in der Bibel geschrieben steht. "Heute nennt man das eine bildliche, einfache Sprache," berichtet Gräphhäuser.

Nach seinen Worten gibt es bislang noch nicht viele Beispiele für Kirchentheater. "Wir sind uns aber sicher, daß es eine typisch niederrheinische Erfindung ist. Wir kennen aus keinem anderen Teil Deutschlands oder Benelux Belege dafür."
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