Zither-Konzert in Essen-Borbeck am 26. April

Elvis Presley, die Beatles und Michael Jackson - ein großes Programm für die Alte Cuesterey, Weidkamp 10 in Essen-Borbeck. Stellen möchte sich dieser Aufgabe am Sonntag, 26. April, ab 16 Uhr Klaus Waldburg mit einem ganz speziellen Instrument: der Zither.

„Ohrwürmer, Hits & Evergreens“ aus der Welt des Rock und Pop sowie jazzige Balladen geben dem Zupfinstrument ein neues, ganz zeitgenössisches Image, weit weg von dem alpenländischen Charakter.
„Ich mache ja keine Volksmusik“, betont der Schönebecker Musiker, obwohl er theoretisch könnte und zumindest ein „Berglied“ für die Begrüßung seiner Gäste vorgesehen hat. Von diesen Ursprüngen sei das Zitherspiel, jedenfalls hierzulande, grundsätzlich aber weit entfernt. Längst hat sich das gute Stück zu einem angesehenen Konzertinstrument entwickelt, auf dem seriöse, klassische (zum Beispiel Bach) wie moderne Musik interpretiert werden kann.
Und eben auch solche Songs, deren Erfolg dermaßen groß war, dass sie sich über Jahrzehnte in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben und es immer wieder aufs Neue in die Playlists der Radiostationen schaffen. „Zither-Noten gibt es für meine Auswahl so keine zu kaufen“, weiß der Experte, so hat sein Vorspiel auch noch eine ganz persönliche Note.

50 Jahre Erfahrung

Schöpfen kann Klaus Waldburg aus nunmehr über fünf Jahrzehnten Erfahrung. „Am 30. Juni 1962 habe ich mein erstes Solo-Konzert gegeben“, erinnert sich der gebürtige Oberhausener. Ursprünglich habe er Klavier gelernt. „Überhaupt entstamme ich einer sehr musikalischen Familie, meine Schwester lernte beispielsweise noch Cello.“ Speziell dem Vater lag das musikalische Handwerk sehr am Herzen. Von ihm stammte auch der Impuls, sich der Zither anzunehmen, die auch sein Onkel schon beherrschte. „Zugegeben waren die Proben auch eine willkommene Gelegenheit, seinem strengen Auge mal ein paar Stunden zu entfliehen“, grinst der 68-Jährige in der Rückschau. Dennoch habe ihn das Instrument gleich fasziniert. „Dieser besondere, metallische Klang und die vielen Harmonien, die haben mir gleich beim ersten Zuhören gefallen.“

Im Laufe seiner musikalischen Karriere dann waren ihm einige Höhepunkte vergönnt. „Vor 3.500 Menschen in Tokio zu spielen, gehört definitiv dazu“, schwärmt der Schönebecker, der regelmäßig - auf Zimmerlautstärke und ohne Beschwerden der Nachbarschaft - in seinem Wohnzimmer übt. Aufnahmen mit Dagmar Berghoff, Brigitte Mira und vielen anderen Persönlichkeiten zieren seine privaten Wände und gern erinnert er sich zurück an musikalische Begegnungen wie einst mit dem Gitarristen Nato Lima. Auch im Schloß Borbeck war er lange Zeit ein gern gesehener Künstler. Heute hat er sich bewusst zurückgezogen. „Die Hände machen das auch nicht mehr mit.“ Statt großer Auftritte spielt er nun mal eine Audienz für einen Seniorenkreis- oder gibt eben ein kostenloses Gastspiel in der Alten Cuesterey am Weidkamp 10. Immerhin ein ein fast 90-minütiges Programm hat er für den Auftritt, den er voraussichtlich in der oberen Etage absolviert, zusammengestellt. Darunter Musik aus den 50ern (zum Beispiel Edith Piaf), 60ern (Beatles), 70ern (Freddy Mercury) sowie den 80ern und 90ern (Engelbert Humperdinck). Nach einer Pause gibt es Ausflüge in den Jazz (Joseph Kosma) sowie eine Auswahl an bekannter Film- und Musicalmusik.

„Als Zuhörer erwarten wir sogar Gäste aus Holland und Belgien“, weiß Jürgen Becker von der Alten Cuesterey. Schließlich sei der Zither-Spieler szenebekannt. Freuen würde sich Klaus Waldburg aber auch über neue Gesichter. „Ich selbst brauche die große Bühne nicht mehr, aber würde die Leidenschaft dafür gern weitergeben.“ Zum Beispiel auch in Form von Unterricht. Kontakt erhalten Interessenten zu ihm unter Tel. 68 74 77.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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