Ohne Konzept keine Kohle

Ohne schlüssiges Bäderkonzept sind die Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 28 Mio Euro geblockt. So will es die Bezirksregierung.
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„Die Verfügung der Bezirksregierung hat wie ein Blitz eingeschlagen. Und man ist überrascht, mit welcher Wucht der Einschlag kam“, so Klaus Diekmann, CDU Ratsherr und Vorsitzender des Sportausschusses. Dabei seien die dunklen Wolken am Himmel ja schon lange sichtbar gewesen.
Ohne ein schlüssiges gesamtstädtisches Bäderkonzept fließen von den für 2011 im Haushalt bereitgestellten 28 Mio Euro lediglich sieben - so ist dem Schreiben der Bezirksregierung Düsseldorf zu entnehmen. „Und die sieben Mio wurden bereits im ersten Quartal freigegeben“, erläutert Diekmann.
Bauprojekte wie die Erweiterung der Sportanlage Ardelhütte sind damit erst einmal in der Warteschleife gelandet. „Die Sport- und Bäderbetriebe müssen bis 2014 2,3 Mio einsparen. Ohne Sanierung lassen sich auf Dauer die Ausgaben nicht stabilisieren, kann nicht gespart werden.“
Ein schlüssiges Bäderkonzept und damit verbundene Zusagen, wie die Stadt den maroden Finanzhaushalt in Ordnung zu bringen gedenkt, müssen her. „Sonst laufen wir Gefahr, dass der Blitzeinschlag viele Äste im Sozialbereich, in der Jugendarbeit, im Sport und in der Kultur absterben lässt.“
Grundlage für ein schlüssiges Bäderkonzept ist nach Ansicht des Sportausschussvorsitzenden eine Einigung in der Standortfrage.
„Der Sportausschuss hat eine Machbarkeitsstudie für den Standort Wüstenhöferstraße in Auftrag gegeben.“
Der zentrale Standort als Lösung für den Essener Nordwesten findet breite Zustimmung auch über die Parteigrenzen hinweg. „Ob Hallen- oder Kombibad bleibt abzuwarten“, so Diekmann. „Fest steht jedoch, dass wir Ersatz für das Hauptbad und das Hallenbad Borbeck schaffen könnten.“
Von verschiedenen Seiten wird auch die Frage nach der Zukunft von Hesse immer wieder eng mit dem Bäderkonzept verknüpft. „Auf Grundlage des Masterplans würde es Hesse schon gar nicht mehr geben“, betont Diekmann. Dennoch sei der Umbau des Freibades als familienfreundliches Bad mit einem Kinderbecken für die Kleinsten denkbar. „Allerdings müsste das dort investierte Geld an anderer Stelle eingespart werden. Spielraum gibt es keinen.“
Das veränderte Sport- und Freizeitverhalten sowie der demografische Wandel forderten ein Umdenken in Sachen Sportentwicklung. In Essen gibt es ca. 100 Rasen-, Aschen- und Kunstrasenplätze, 180 Sport- und Turnhallen, 23 Gesundheitszentren, 110 Bolzplätze und 15 Bäder. „Viele von ihnen haben deutlichen Sanierungsbedarf“, so Diekmann.
Die Borbecker CDU möchte sich mit den Vorständen der Vereine zusammensetzen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die eine Enwicklung des Sports trotz der angespannten Situation von Stadt und ESPO möglich machen. „Ansatzpunkte sind die Zusammenlegung von Sportanlagen und mögliche Fusionen“, so Diekmann.
Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 2. März um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Fuhrmannsruh“ an der Frintroper Straße 11 statt.

Ohne schlüssiges Bäderkonzept sind die Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 28 Mio Euro geblockt. So will es die Bezirksregierung.
Bei der Diskussion der Bäderfrage geht es immer auch um die Zukunft Hesses.
Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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