RWE feiert ersten Regionalliga-Sieg
3:2 gegen Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen

Kapitän Marco Kehl-Gomez erzielt das 2:2.
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  • Kapitän Marco Kehl-Gomez erzielt das 2:2.
  • Foto: Markus Endberg
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Im dritten Anlauf hat Rot-Weiss Essen den ersten Regionalliga-Sieg eingefahren. Nachdem es gegen den SC Wiedenbrück und bei der U23 von Borussia Dortmund jeweils nur zu einem 1:1 gereicht hatte, feierte der Meisterschaftsfavorit am Mittwochabend einen hart erkämpften 3:2 (1:2)-Erfolg über Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen.

Drei Tage nach dem glücklichen Punktgewinn im Stadion Rote Erde waren die Vorzeichen klar: Für den Titelanwärter würde gegen den Neuling nur ein Sieg infrage kommen, und Trainer Christian Neidhart wählte eine offensive Ausrichtung. Für Mittelfeldspieler Dennis Grote beorderte er Marcel Platzek als zweite Spitze neben Simon Engelmann ins Angriffszentrum, zudem rotierte Felix Herzenbruch für Kevin Grund auf die linke Abwehrseite. Die war nach einer Ahlener Balleroberung im Mittelfeld allerdings ganz offen. Der Gast spielte schnell nach vorn, und Koray Kacinoglu schob den Ball überlegt zum 0:1 (5.) ein.

Platzek bedankt sich

Damit hatten die Rot-Weissen natürlich nicht gerechnet, und sie mussten sich kurz schütteln. Doch dann fand Oguzhan Kefkir mit einem Freistoß Marcel Platzek, der sich für seinen Einsatz mit dem 1:1 (18.) bedankte.
RWE wollte nun mehr, vernachlässigte dabei allerdings die Defensivpflichten. Ahlen kombinierte wieder blitzschnell, und Arda Nebi ließ Daniel Davari mit seinem platzierten Abschluss keine Chance. 1:2 nach 27 Minuten - das Murren auf der Tribüne war unüberhörbar.
Zwar machten die Essener sofort wieder Druck, doch Zählbares kam dabei nicht heraus. Ein Kopfball von Marco Kehl-Gomez flog knapp übers Tor (33.), einen Freistoß von Oguzhan Kefkir aus 30 Metern wehrte Ahlens Torwart Bernd Schipmann zur Ecke ab (35.).
50 Minuten lang verkaufte sich der Aufsteiger glänzend, doch dann flog Bennet Eickhoff wegen einer "Notbremse" gegen Oguzhan Kefkir vom Platz. Den Freistoß von Amara Condé von der Strafraumgrenze konnte Torwart Schipmann noch parieren, nach dem folgenden Eckball stand Kapitän Marco Kehl-Gomez aber goldrichtig am zweiten Pfosten und erzielte das 2:2 (52.).

Siegtor von Condé

In Unterzahl zog sich der Gast noch tiefer in die eigene Hälfte zurück und warf sich in jedes Anspiel der Essener, die sich schwer taten, den Abwehrriegel zu knacken. Christian Neidhart versuchte es mit frischen Kräften und brachte Jan-Lucas Dorow und Max Pronichev für Joshua Endres und Oguzhan Kefkir. Pronichev hatte dann auch gleich eine gute Möglichkeit, doch Ahlens Torwart Schipmann machte sich ganz lang und holte seinen Kopfball aus dem Eck (80.).
Das richtige Rezept hatte dann Amara Condé: Sein 25-Meter-Geschoss schlug unhaltbar zum 3:2 ein (83.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeber gleich mehrere Überzahlsituationen ungenutzt ließen und die Entscheidung verpassten. Vor allem, als Pronichev eine Drei-gegen-eins-Situation eigensinnig vertändelte, statt rechtzeitig abzuspielen. "Darüber müssen wir reden", so Trainer Christian Neidhart. Am Ende musste sich Torwart Davari sogar noch einmal mächtig strecken.

Samstag in Lippstadt

Am Samstag (14 Uhr) steht für die Rot-Weissen die Partie beim SV Lippstadt auf dem Programm. Und die dürfte auch nicht einfacher werden, denn die Westfalen sind noch ungeschlagen. Dem 2:0-Auftaktsieg beim Neuling VfB Homberg folgten drei Unentschieden gegen Wuppertal, 1. FC Köln II sowie am Mittwochabend in Lotte.

Kapitän Marco Kehl-Gomez erzielt das 2:2.
Christian Neidhart war nur bedingt zufrieden. Vor allem die ungenutzten Überzahlsituationen in der Schlussphase erzürnten den RWE-Trainer.
Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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