Rot-Weisse Zwischenbilanz
Späte Siege, aber auch ärgerliche Heimpleiten

Mittelfeldmotor Amara Condé war bisher in allen Spielen am Ball.
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  • Mittelfeldmotor Amara Condé war bisher in allen Spielen am Ball.
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  • hochgeladen von Michael Köster

Nur drei Wochen haben Christian Titz und sein Trainerteam Zeit, die RWE-Spieler nach der Winterpause in Form zu bringen. Das Gastspiel am 24. Januar bei der U21 des 1.FC Köln ist die erste von 16 ausstehenden Prüfungen, in denen die Rot-Weissen versuchen werden, das ostwestfälische Führungsduo aus Rödinghausen und Verl in der Fußball-Regionalliga West noch abzufangen.

Nachdem die leidgeprüften Fans in der vergangenen Saison eine weitere Enttäuschung erlebt hatten,  war an der Hafenstraße im Sommer 2019 wieder einmal Großreinemachen angesagt. Dank der Sponsorengelder von Sascha Peljhan und Harfid Hadrovic konnten diesmal jedoch auf dem Transfermarkt echte Verstärkungen und mit Christian Titz sogar ein ehemaliger Bundesliga-Trainer nach Essen gelotst werden.

Richtige Mischung 

Mit 38 Punkten aus dem ersten 18 Partien sind die RWE-Verantwortlichen durchaus zufrieden, denn das Gesicht der Mannschaft hatte sich doch stark verändert. Vom alten Kader sind nur noch Kevin Grund, Daniel Heber und Marcel Platzek als Stammspieler übrig geblieben, doch die Integration der vielen Neuen klappte auf Anhieb. Christian Titz gelang es häufig, die richtige Mischung zu finden, und er machte bei seinen Personalrochaden auch vor vermeintlich großen Namen nicht halt. So fanden sich die Routiniers Dennis Grote und Hamdi Dahmani, die eigentlich das Spiel der Rot-Weissen prägen sollten, im Herbst plötzlich auf der Bank wieder.

Kaum Verletzungen

Natürlich profitierte der 48-Jährige von einem großen Kader. Die Verletzungsmisere vergangener Jahre war diesmal kein Thema, Titz konnte zumeist aus dem Vollen schöpfen und hatte bisweilen auch noch ein glückliches Händchen. Angesichts der Qualität, die von der Bank nachrückte, gelang es den Rot-Weissen, mehrere enge Partien durch späte Tore zu entschieden.
Ein Manko war allerdings die Chancenverwertung. Und so kassierten die Bergeborbecker Heimpleiten gegen Fortuna Köln  (0:1) und zuletzt gegen Aufsteiger VfB Homberg (0:2), weil sie trotz drückender Überlegenheit den Ball nicht über die Linie gebracht hatten.
Noch ärgerlicher war indes der Abzug von drei Punkten, nachdem die SG Wattenscheid 09 aus finanziellen Gründen den Spielbetrieb eingestellt hatte. Davon profitierte vor allem der SC Verl, der sein Auftaktspiel gegen Wattenscheid verloren hatte.

RWE-Statistik

Zwischenbilanz: 3. Platz, 38 Punkte, 34:20 Tore (12 Siege/2 Unentschieden/4 Niederlagen)
Heimbilanz: 15 Punkte, 16:11 Tore (5/0/3)
Auswärtsbilanz: 23 Punkte, 18:9 Tore (7/2/1)
Höchster Heimsieg: 4:1 gegen Bonner SC am 20.9.19 und gegen SF Lotte am 2.11.19
Höchster Auswärtssieg: 3:0 bei RW Oberhausen am 1.9.19
Höchste Heimniederlage: 1:4 gegen SC Verl am 29.9.19
Einzige Auswärtsniederlage: 2:3 bei Bor. Mönchengladbach II am 3.10.19
Längste Serie ohne Sieg: 3 Spiele, kein Punkt vom 29.9 bis 11.10.19
Längste Serie ohne Niederlage: 7 Spiele, 19 Punkte vom 26.7. bis 20.9.19
Beste Platzierung: 1. Platz
Schlechteste Platzierung: 4. Platz
Zuschauer: 85.284 in 8 Heimspielen (inkl. Wattenscheid-Spiel 97.291)
Zuschauerschnitt: 10.661 (10.810)
Höchste Zuschauerzahl: 14.497 gegen Bor. Dortmund II am 26.7.19
Niedrigste Zuschauerzahl: 8.285 gegen SF Lotte am 2.11.19
Spielereinsätze (23): Hahn 18 Spiele (0 Einwechselungen/2 Auswechselungen), Condé 18 (0/3), Heber 18 (1/1), Kefkir 18 (2/5), Kehl-Gomez 17 (0/1), Grund 17 (0/10), Endres 17 (3/10), Dorow 17 (5/9), Dahmani 15 (10/5), Sauerland 14 (1/1), Bichler 14 (11/2), Platzek 13 (4/8), Grote 12 (1/3), Selishta 12 (9/3), Lenz 11 (0/0), Adetula 11 (9/2), Golz 7 (0/0), Neuwirt 7 (5/1), Krasniqi 4 (1/3), Wirtz 3 (3/0), Erwig-Drüppel 2 (2/0), Herzenbruch 2 (2/0), Zeiger 1 (1/0)
Tore (34): Kefkir 5 (1 Elfmeter), Endres 4, Platzek 4, Selishta 4, Adetula 3, Hahn 3 (1 Elfmeter), Dorow 2, Heber 2, Wirtz 2, Bichler 1, Condé 1, Dahmani 1 sowie Eigentore von Oberdorf (Düsseldorf II) und Rahn (Lotte)
Rote Karte: keine
Gelb-Rote Karte: keine
Gelbe Karten (35): Grote 5, Kehl-Gomez 5, Heber 4, Grund 3, Hahn 3, Kefkir 3, Condé 2, Dorow 2, Endres 2, Platzek 2, Sauerland 2, Bichler 1, Selishta 1

Mittelfeldmotor Amara Condé war bisher in allen Spielen am Ball.
Außenstürmer Oguzhan Kefkir ist der beste Torschütze, obwohl ihm sein Treffer aus dem Wattenscheid-Spiel aberkannt wurde.
Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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