Die "Flotten Samtkragen" sind noch immer ehrgeizig auf der Bahn
Auch nach 60 Jahren noch immer 100 Prozent

Jürgen Müller, Eberhard Ratsch, Manfred Pfeiffer, Leander Lindermann (v.l., obere Reihe), Arno Schmidt, Achim Karl und Hermann Schilling sind die "Flotten Samtkragen".
  • Jürgen Müller, Eberhard Ratsch, Manfred Pfeiffer, Leander Lindermann (v.l., obere Reihe), Arno Schmidt, Achim Karl und Hermann Schilling sind die "Flotten Samtkragen".
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Wenn es um die Königspartie geht, dann machen sie ernst: Die Mitglieder des Kegelclubs "Flotte Samtkragen". Wird der Titel ausgespielt, dann ist ein jeder mit einer gehörigen Portion sportlichen Ehrgeizes dabei. Und das, obwohl die Herren ihrem Sport seit vielen Jahrzehnten treu sind. Im Januar jährte sich das Gründungsdatum zum 60. Mal. 1959 wurde der Club aus der Taufe gehoben.

"Zumindest die 'Samtkragen gibt es seit dieser Zeit'", nimmt es Leander Lindermann ganz genau. Mit Arno Schmidt und Manfred Pfeiffer sind auch heute noch zwei Gründungsmitglieder in den Reihen der "Flotten Samtkragen" aktiv.
Der Doppelname entstand nach der Fusion 1999. Aus Samtkragen und Flotten Jungs wurden "Flotte Samtkragen". Und als Fusions-Kegelclub sind diese bis heute alle 14 Tage auf der Kegelbahn im "Haus Lindermann" an der Frintroper Straße aktiv. Samtkragen stehen dann nicht mehr auf der Bestellliste. Doch Leander Lindermann weiß als ehemaliger Gastwirt natürlich genau, was sich hinter dem Namen an Hochprozentigem verbirgt: ein klarer Schnaps mit Boonekamp.

"60." soll kräftig gefeiert werden

Den werden sich die Herren vielleicht zum Jubiläum gönnen. Das soll gefeiert werden. So viel steht fest. Auf Ort und Zeit hat sich die Kegelrunde allerdings noch nicht geeinigt. Aber das Jubiläumsjahr ist ja noch lang. Auf ihren "runden Kegelgeburtstag" wollen die ambitionierten Freizeitsportler allerdings nur in kleiner Runde anstoßen. "Ohne unsere Frauen", verrät Leander Lindermann. Das hat bei den "Flotten Samtkragen" Tradition. Auch ihre Kegeltouren unternahmen die Herren stets solo. Und bei ihren einwöchigen Trips haben sie eine ganze Menge gesehen. Ziele am Rhein und auf Mallorca wurden schnell gegen exotischere eingetauscht. So waren die Kegelfreunde mehrfach in Kenia, im Senegal und auch auf Kuba.
"Wenn ich den Kegelclub nicht hätte, wäre ich sicherlich nicht nach Afrika gereist", räumt Leander Lindermann ein. Eberhard Ratsch war es, der den Rest des Clubs für den afrikanischen Kontinent begeistern konnte.
Warum sie nach all den Jahren den Spaß am gemeinsamen Hobby nicht verloren haben, liegt für die "Flotten Samtkragen" auf der Hand. "Uns verbindet der sportliche Ehrgeiz und die Freude an der Geselligkeit", klärt Leander Lindermann auf. Altersmäßig ist die Traditionstruppe bunt gemischt. Die jüngsten sind knapp über 70, die Gründer inzwischen 83 Jahre alt. Doch das Alter spielt keine Rolle. Wenn sich die Herren richtig warm gekegelt haben und es gegen Ende des Abends um die Köngiswürde geht, dann wird alles auf die Bahn gelegt, was an Erfahrung und Können da ist.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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