Mit Jacqueline Wilken holt zum ersten Mal eine Frau den Schützenvogel von der Stange

Ein Küsschen für die neue Regentin. Jacqueline I. und Joachim Wilken regieren die nächsten Jahre als Borbecker Kaiserpaar. Das erste in der Geschichte des Traditionsvereins.
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Joachim Wilken wusste gar nicht, wohin mit seiner Freude. Begeistert riss er die Arme in die Höhe. Seine Ehefrau Jacqueline hatte soeben den Rest des hölzernen Vogels von der Stange geholt. Als erste Frau in der langen Vereinsgeschichte des ABSV Borbeck 1883 e.V. Kein einfacher Job, denn das "Federvieh" erwies sich als wirklich zäh. Erst der 150. Schuss brachte die Entscheidung.

Die Freude bei der neuen Regentin war riesig. In einem spannenden und vor allem mehrstündigen Wettkampf hatte sich Jacqueline Wilken gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Nach dem Schuss zunächst ungläubiges Staunen, dann hatte sie realisiert, was sie nach vielen Stunden am Schießstand geleistet hatte. Gemeinsam mit Ulrike Pothmann, Benjamin Walkenhorst, Karin und Frank Gibbesch, Clemens Pothmann, Waltraud Probharth, Barbara Walkenhorst und Andreas Nasilowski hatte sich Jacqueline Wilken einen echt harten Kampf um die Königsehre der Borbecker Schützen geliefert.

Auch der Ehemann gehörte zu den Königsanwärtern

Auch Ehemann Joachim hatte im Kreis der Königsanwärter mit auf den Vogel angelegt. Der entscheidende Treffer gelang jedoch seiner Gattin. "Ich freue mich so, als wäre mir selbst dieser tolle Schuss gelungen", zeigte sich der zweite Vorsitzende des Traditionsvereins am Ende als mehr als fairer Verlierer. Und einen Grund traurig zu sein, hat er ja nun wirklich nicht. Denn er regiert die nächsten Jahre das Borbecker Schützenvolk an der Seite seiner Frau. Als erster Borbecker Schützenkaiser.


Drei tolle Tag auf dem neuen Markt 


Mit dem Königsschuss am späten Sonntagnachmittag bogen die Borbecker Schützen und ihre Gäste in Sachen Schützenfest 2018 auf die Zielgerade ein. Drei tolle Tage - rechnet man das Vorfest am Mittwoch bereits mit, sogar vier - hat die Schützenfamilie auf die Beine gestellt. Es war alles dabei, was zu einem gelungenen Brauchtumsfest dazu gehört: Großer Zapfenstreich, Festumzug durch die Straßen Borbecks und die gelungenen Abende im Festzelt auf dem neuen Markt.
Nach der Inthronisierung des Kaiserpaars wurde weiter gefeiert. Bis in die frühen Morgenstunden. Da kam das abschließende Katerfrühstück am Montagmittag gerade recht.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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