"Folklorico" am 14.04.2013 in der Alten Kirche Altenessen

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Das Konzert in der Alten Kirche und eine Ausstellungs-Eröffnung im Ruhr Museum am gleichen Tag hatten durchaus einen gemeinsamen Bezugspunkt.
"Kohle.Global" wurde um 11.00 Uhr eröffnet und widmet sich schwerpunktmäßig der Gegenwart und Zukunft der Kohleförderung mit all seinen ökonomischen und sozialen Randerscheinungen und Folgewirkungen. Während die subventionierte Kohleförderung 2018 in Deutschland ausläuft und man sich hier eigentlich nur noch mit der Nachbereitung dieses Zeitalters - insbesondere an der Ruhr-Uni Bochum - beschäftigt, fokussiert die Kuratorin Ulrike Stottrop ihren Einführungsvortrag weitgehend auf die aufstrebenden Länder der Kohleförderung, wozu u.a. auch die Mongolei gehört. Ob dies sinngemäß in ähnlicher Weise auch auf die Virtuosen der Flöte zutrifft? Wer die aus der Mongolei stammende Tschimge Ganghuyag mit ihrem Folklorico-Trio nun schon zum zweiten Mal in der Alten Kirche erlebt hat, mag dies zumindest fast glauben. Tschimge berichtete i.Ü., dass die Mongolei kaum Alternativen zur Lieferung von Billig-Kohle nach China und Russland hat, da die See-Transportwege 7 Monate im Jahr aufgrund von Vereisung verschlossen sind. Wobei wir wieder bei den ökonomischen und sozialen Randbedingungen wären.
Den Namen Folklorico haben sich Tschimge Ganghuyag (fl), Jean Yves Braun (g) und Felipe Rengifo Jr. (perc.) nach dem letztjährigen Konzert in der Alten Kirche in einem Restaurant in der Essener Innenstadt gegeben. Das Konzert am Sonntag war abermals gut besucht und endete mit frenetischem Beifall und Standing Ovations. Hierzu haben i.W. die mit Traversflöte vorgetragene Partita A-Moll von J.S. Bach, Piazzollas Libertango, Lagrénes Made in France, Abreus Tico Tico, Mozarts Alla Turca und ein von Tschimge gesungenes mongolisches Volkslied beigetragen.
Hierzu passte es gut, dass sich Jean Yves Braun mit Obsesión von Pedro Flores ebenfalls dem Gesang zugewendet hat und zusätzlich eine Eigen-Komposition beigesteuerte. Das Ganze - wie gewohnt - unterlegt mit rhythmischer Virtuosität von Felipe Rengifo. Es ist nachvollziehbar, dass ein solch bunter Cocktail an Programmpunkten offene Ohren ("happy new ears") erfordern, was beim Publikum in der Alten Kirche nachvollziehbar der Fall war.
All dies weckt sicherlich Neugierde auf künftige Konzerte in der Alten Kirche.

Autor:

Rolf Suchalla aus Essen-Nord

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