Neuer Bebauungsplan für das Marina-Hafenquartier

Mitte Juli ist im Stadtplanungsausschuss die Offenlegung des neuen Bebauungsplans des Hafenquartiers Marina Essen beschlossen worden. Damit rückt das wegweisende Projekt seinem Ziel, neuen attraktiven Wohnraum zu schaffen, ein Stück näher.
Voraussichtlich 2012 soll das Konzept als Satzung niet- und nagelfest gemacht werden, damit der Bau begonnen werden kann. Susanne Asche, Vorsitzende der CDU Altenessen-Nord, ließ sich den Anlass nicht nehmen, interessierte Bürger zu einem Rundgang durch das insgesamt 70.000 Quadratmeter große Planungsgelände einzuladen. Über die Resonanz zeigte sich insbesondere Peter Czuia, Projektverantwortlicher der EWG (Essener Wirtschaftsentwicklung mbH), hocherfreut und erläuterte die Bebauungsziele der Marina-Essen GmbH & Co. KG. „Die zuvor gelegten Stolpersteine konnten nun, da die Machbarkeitsuntersuchungen zu einem positiven Ergebnis gelangten, aus dem Weg geräumt werden“ leitete er den Rundgang ein.
Begleitet von kritischen Fragen der Bewohner erklärte er die Ideen zum Bau des künftigen Hafenquartiers. So ist auf 15.000 Quadratmetern ein zweigeteiltes Hafenbecken vorgesehen, dessen Kernbereich die Bootsliegeplätze mit maritimen Servicebereichen am Südufer darstellen. Daran anschließend sollen im Nordosten zwischen Hafen und Kanal moderne Grachtenhäusern -„wie in Venedig“- entstehen. Hochwertige Wohnquartiere und Bürogebäude sollen die verschiedenen Lebensbereiche der zukünftigen Mieter miteinander verflechten. Auch ist Einzelhandel auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern vorgesehen, im Mittelpunkt stehen so genannte Marina-Serviceeinrichtungen, wie zum Beispiel Fachgeschäfte für Bootszubehör.
Daneben sollen Flächen für die Bereiche Freizeit, Gastronomie und Tourismus bereitgestellt werden. Die endgültige Entscheidung über Raum und Nutzungstyp wird allerdings den Investoren überlassen.
Die Verantwortlichen sehen sich noch mit einigen Hürden konfrontiert, die sie für die Fertigstellung, der mit 70. Mio Euro kalkulierten Investition, überwinden müssen. So ist die Investorensuche noch in vollem Gange, soll aber voraussichtlich bis etwa Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen sein.
Eine weitere Frage, die die die Planer beantworten müssen: Wie gestaltet man das Hafenquartier, damit es für die Bewohner das gesamte Jahr über attraktiv ist? Schließlich soll die Marina nicht nur im Sommer belebt sein.
Innerhalb der Anwohnerschaft herrscht zweigeteilte Meinung. Einerseits scheinen Bedenken von einst gewichen zu sein, man ist froh, dass „hier endlich etwas passiert“. Andererseits sehen sie nicht den Nutzen für die hier lebende Bevölkerung und äußern entsprechende Kritik.
Zumindest der Grünflächenverlust wird aufgefangen und zwar mit der Bewaldung des Schlammfeldes. Doch bis zur Fertigstellung kann es noch einige Jahre dauern. Projektverantwortliche und Investoren müssen nun dafür sorgen, dass das Projekt am Ende des Tages nicht doch noch schwimmt.

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