Blaulicht
"Blaulicht" eine Serie in der DDR der 60er Jahre
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Die Polizei in der DDR – insbesondere die Deutsche Volkspolizei (DVP) – war ein zentraler Bestandteil des autoritären Staatsapparats und diente primär der Aufrechterhaltung der politischen Kontrolle, weniger dem Schutz individueller Rechte oder der klassischen Kriminalitätsbekämpfung.
Die Effektivität der Polizei lässt sich nicht isoliert betrachten, sondern muss im Zusammenspiel mit anderen Institutionen wie der Staatssicherheit (Stasi) bewertet werden:
• Überwachung und Kontrolle: Die DVP arbeitete eng mit der Stasi zusammen, was ihre Fähigkeit zur Überwachung und Unterdrückung oppositioneller Aktivitäten stark erhöhte.
• Flächendeckende Präsenz: Mit rund 80.000 Mitarbeitern war die Volkspolizei personell stark aufgestellt und in allen Lebensbereichen präsent.
• Meldewesen und Identifikation: Systeme wie die Personenkennziffer (PKZ) machten die Bevölkerung leicht identifizierbar und erleichterten polizeiliche Maßnahmen.
• Repression statt Prävention: Die Polizei war weniger auf Prävention oder Bürgernähe ausgerichtet, sondern auf die Durchsetzung der SED-Politik und die Kontrolle der öffentlichen Ordnung.
• Aus Sicht des Regimes: Hoch effektiv – sie erfüllte ihre Aufgabe, politische Stabilität und Kontrolle zu sichern.
• Aus demokratischer Perspektive: Problematisch – da sie Grundrechte systematisch verletzte und zur Repression beitrug.
Community:Thomas Ruszkowski aus Essen-Ruhr |

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