Ausstellung "Auf den Spuren der Strukturen" in Heisingen eröffnet!

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Bestimmt 200 Gäste fanden den Weg zur Ausstellungseröffnung von Helmut Feldhoffs "Auf den Spuren der Strukturen" in und um das Wohngelände St. Georg in der Kreuzstraße in Essen-Heisingen.

Heinrich Wacker übernahm die Werkseinführung mit folgendem Text:

Im Anfang herrschte das Chaos, „Tohuwabohu“ nennt es die Bibel, „wüst und leer“ war die Erde. Dann begann das Sechstagewerk, der Schöpfungsprozess, der die Erde umwandelte, strukturierte und belebte. Die Naturwissenschaft hat andere Erklärungen zur Hand: „Theorien“, übersetzt „Ansichten“ darüber, wie alles geworden ist in einem Prozess, der auch heute noch anhält. Tektonische Kräfte ließen die Gebirge aufsteigen, falteten das Land; Erosion durch Temperaturschwankungen, durch Wind und Wasser trugen die Höhen ab, füllten die Täler, spülten Erdreich ins Meer, wo sich Ablagerungen bildeten und verfestigten.
In Hohlräumen, vom Wasser ausgespült oder durch brodelnde heiße Lava entstanden, bildeten sich Kristalle und Tropfsteine. Lebewesen, Pflanzen und Tiere, nutzten die Mineralien zum Aufbau ihrer Körper. Aus deren Hüllen und Skeletten wuchsen wiederum Riffe und Kalkbänke auf, die sich erneut auffalteten und in den Erosions- und Ablagerungsprozess einbezogen wurden. Meer und Land füllten sich mit Lebewesen.

Spürt man den erdgeschichtlichen Entwicklungen und der Evolution der Lebensformen nach, stößt man auf vielfältigste Strukturen. Für den Künstler Helmut Felderhoff sind sie Wegweiser zur Erkenntnis, denen er mit großer Materialkenntnis und andächtiger Sorgfalt folgt. Was er dabei entdeckt, betrachtet er, fotografiert es und legt es durch Bearbeitung frei. Vorsichtig legt er Hand an und benutzt dabei vielfältigste Werkzeuge, vom Schneidbrenner bis zur Schleifscheibe, vom Schnitzbesteck bis zur Polierbürste.

Die Strukturen einer von ihm geschaffenen Skulptur lassen die Geschichte etwa eines Baumes erahnen: Anpassung an den Standort, Verästelungen, Jahresringe, Maserungen, Verletzungen, Narbengewebe... Sie geben dem Objekt eine unverwechselbare Individualität. Im toten Gestein gefundene Fossilien schlagen für ihn die Brücke zum einstmals lebendigen Lebewesen. Herausgehoben und isoliert präsentiert, lassen die Skulpturen dem Betrachter freien Raum für Phantasien. Er selbst wird selbst zum Fährtensucher in eine besondere Welt hinein.

Man sollte sich der Ausstellungsidee Helmut Felderhoffs auf zweierlei Weise nähern: durch intensive Betrachtung eines einzelnen Stückes und durch eine ruhige von verschiedenen Punkten ausgehende Gesamtschau.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Mai geöffnet:
20. April - 06. Mai 2012
Mo - Fr 15 - 19 Uhr
Sa + So 12 - 18 Uhr

Autor:

Anne Felderhoff aus Essen-Ruhr

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