Ein EU-Projekt erlöst ein fast vergessenes Denkmal aus dem Dornröschenschlaf
Der Turm im Wald - Wie mit einer Zeche Heimat entstand und auch wieder verschwand

Foto: 2020/2021
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Als ich für das EU-Projekt #heimatruhr (https://www.e-c-c-e.de/news-detail/der-turm-im-wald-wie-mit-einer-zeche-heimat-entstand-und-auch-wieder-verschwand.html) den Kaminsockel der ehemaligen Zeche Victoria in Essen Byfang besuchte, fand ich das Industriedenkmal in einem bedauernswerten Zustand. Obwohl 2010 äußerlich fachmännisch restauriert, war der Gesamtzustand nicht erfreulich. Gestrüpp und Unkraut machten sich nicht nur innerhalb der provisorischen Umzäunung breit. Das Gelände davor war offensichtlich längere Zeit nicht gepflegt worden. Die 2016 von der Bürgerschaft Essen-Kupferdreh angebrachte Informationstafel ist spurlos verschwunden. Wer den Wanderweg von der Deile aus in Richtung Dattenberg herabkommt, entdeckt vielleicht noch das Denkmalsymbol oben am Gemäuer, aber was hier genau als Ruine am Rande des Waldes steht, erschließt sich nur kundigen Besucherinnen und Besuchern.

Mit dem Projekt „Der Turm im Wald - Wie mit einer Zeche Heimat entstand und auch wieder verschwand“ versucht nun ein kleines Team um den Essener Autor Peter Gerold und die beiden Musiker des Duo kẑrme, Markus Emanuel Zaja und Ralf Kaupenjohann, nicht nur den Zustand des Kaminsockels wieder auf ein angemessenes Niveau zu bringen. Das Projekt-Team möchte im Sommer 2021 an insgesamt elf Wochenenden die Bevölkerung einladen, am Turm zu verweilen und im Innenraum kurzen Hörspielen zu lauschen, die mit Musik und kleinen Szenen die Vergangenheit wieder lebendig werden lassen. Der „Alte Turm“, wie er bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Nachbarschaft heißt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Fortsetzung folgt.

Autor:

Ralf Kaupenjohann aus Essen-Ruhr

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