Mit Kunst das Viertel neu entdecken

Anwohner Maik schaut durchs Schaufenster der Goldbar. Fotos: Debus-Gohl
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  • Anwohner Maik schaut durchs Schaufenster der Goldbar. Fotos: Debus-Gohl
  • hochgeladen von Julia Hubernagel

Künstler des Kunstprojekts „Straßen zum Platz“ inszenieren das Isenbergviertel neu

Vom 10. bis 24. Juni findet das Kunstprojekt „Straßen zum Platz“ rund um und am Isenbergplatz statt. Das Projekt wird im Rahmen eines Seminars der Hochschule der bildenden Kunst Essen (HBK) unter Leitung der beiden Professoren Carsten Gliese und Milo Köpp durchgeführt. Gefördert und ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Kulturinitiative raum45 – Platz für Kultur.
Junge Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Werke im öffentlichen Raum aus, um den Menschen eine neue Perspektive auf ihr Viertel zu eröffnen, so Thomas Hensolt Kunsthistoriker von raum45. Für Simon Tretter, ein mitwirkender Künstler, bietet dies einen interessanten Zugang zu den Werken. „Die Menschen müssen nicht zur Kunst kommen, sondern die Kunst kommt zu ihnen.“ Kunst wird für ihn somit nicht als Statussymbol einer kleinen Interessengruppe gewertet, sondern menschennah inszeniert.

Sinne schärfen für Neues

Die Verbindung zwischen den Werken und deren Umfeld, stellen das Publikum vor die Aufgabe ihre Umgebung neu wahrzunehmen und zu überdenken. Ob Besucher oder Anwohner, ein jeder wird von dieser Aufgabe angesprochen. Die Künstlerin Britta Frechen zeigt sich begeistert von den vielschichtigen Bewohnern des Viertels. „Wir haben direkt mit den Anwohnern zusammengearbeitet, weshalb mein Dank ihnen gilt. Ohne deren Kooperation hätte ich mein Werk nicht ausstellen können.“

Die verschiedensten Werke

Von Audioinszenierungen über Skulpturen bis hin zu Fotografien bieten die Künstler dem Publikum eine Bandbreite an Möglichkeiten mit ihren Werken in Kontakt zu treten. Zudem stehen einige Künstler bereit um aufkommende Fragen zu beantworten und aktiv mit dem Publikum neue Räume ihres Viertels zu entdecken. So sitzt der Künstler Andre Bagh täglich zwischen 17 und 18 Uhr in der Goldbar, um dort kleine Messingdrahtobjekte herzustellen und mit den Besuchern über Kunst und das Projekt zu sprechen.
Zusätzlich wird ein fünfzig-minütiger Audioguide den Besuchern für ein Pfand zur Verfügung gestellt. Dieser ist in dem Geschäft „Jesuschris“ in der Witteringstraße 83 zu erhalten. Von dort beginnt die Tour durch das historisch gewachsene Viertel.

Autor:

Katharina Wieczorek aus Essen-West

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