"Kein Baum ist egal"
Gefällte Eiche an der Theodor-Althoff-Straße sorgt für Aufregung

Peter Kayser, Stefanie Norden, Christiane Gregor, Maria Lüttringhaus und Roswitha Krause (v. l. n. r.) setzen sich für den Erhalt von Bäumen ein.
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"Genau hier stand er. Jetzt ist er einfach weg und niemand weiß warum." Empört zeigt Christiane Gregor auf die frisch geteerte Stelle, die von einem rot-weiß gestreiften Bauzaun eingezäunt ist. "Wir wollen einfach mehr Transparenz, wenn es um die Fällung von Bäumen geht", fordert sie.

Vor einiger Zeit ist die große Eiche, die an der Ecke zur Theodor-Althoff-Straße stand, gefällt worden. Die Arbeitsgruppe "Baumschutz" der "Parents for Future"-Bewegung, unter anderem bestehend aus Gregor, Maria Lüttringhaus und Roswitha Krause, setzt sich für die Erhaltung von Bäumen ein. "Wir wollen, dass die Priorität ganz klar auf den Baumerhalt liegt und begegnen dem Entfernen von Bäumen mit großem Misstrauen. Wir wollen plausible Gründe dafür, warum eine Fällung von Nöten ist. Es kann nicht sein, dass Bäume mit dem Argument gefällt werden, damit zum Beispiel mehr Parkraum vorhanden ist", erklärt Gregor.

Den Grund für das Entfernen der Eiche an der Ecke zur Theodor-Althoff-Straße glauben die Aktivistinnen zu kennen: "Wir glauben, dass es an der Baustelle liegt, die sich hier in unmittelbarer Nähe befindet. Die Baustellenfahrzeuge haben dadurch mehr Rangierplatz. Genau wissen wir es aber nicht, es ist nur eine Vermutung von unserer Seite."

Erhalt von Bäumen oberste Priorität 

Damit sich so etwas in Zukunft nicht wiederholt fordern die "Parents for Future"-Aktivistinnen einen regelmäßigen "Baumgipfel". Dort soll unter Einbezug von Bürger und Bürgerinnen über Baumfällungen und deren Sinn diskutiert werden. Ihr Motto dabei: "Kein Baum ist egal". Die Gruppe appelliert an die Stadt Essen im Bezug auf den Baum- und Klimaschutz, dass der Erhalt von Straßen- und Waldbäumen sowie von Grün- und Freiluftflächen oberste Priorität hat und das eine Transparenz bezüglich Ersatzpflanzung und Wiederaufforstung herrscht. 

Die Stadt Essen ist bemüht, auf jede Baumfällung mit einer Nachpflanzung zu reagieren - doch das ist keine Lösung, wie Lüttringhaus findet: "Das Argument, dass eine Nachpflanzung erfolgt ist nicht ausschlaggebend. Wir brauchen das Laubvolumen eines ausgewachsenen Baumes, die Stadt pflanzt viel zu Kleine nach. Es dauert Jahrzehnte, bis so ein Baum ausgewachsen ist. Wir befinden uns in Zeiten des Klimawandels und die Hitze ist ein nachgewiesenes Gesundheitsrisiko. Bäume mit einem großen Laubvolumen binden die Hitze. Die Kleinen tun das nicht", argumentiert sie.

Für Unmut sorgt bei den Aktivistinnen auch die Markierung an den Bäumen, die in unmittelbarer Nähe zu dem gefällten Baum an der Ecke Theodor-Althoff-Straße stehen: "Wir wissen nicht, was die unterschiedlichen Markierungen bedeuten und was mit dem Baum geschehen soll. Auch hier fordern wir mehr Transparenz von der Stadt."

Peter Kayser, Stefanie Norden, Christiane Gregor, Maria Lüttringhaus und Roswitha Krause (v. l. n. r.) setzen sich für den Erhalt von Bäumen ein.
An der Ecke zur Theodor-Althoff-Straße hatte die Eiche ihren Standort, ehe sie gefällt wurde.
Autor:

Charmaine Fischer aus Essen

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