Rund 6000 Menschen zeigten in Essen "Wir sind mehr"

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Rund 6000 Menschen beteiligten sich am Donnerstagabend in der Essener Innenstadt an der "Wir sind mehr"-Demonstration und zeigten somit Flagge gegen rechte Hetze, Ausgrenzung und Rassismus.

Bei der überkonfessionellen und überparteilichen Veranstaltung zog ein langer Menschenzug durch die City, zunächst vom Willy-Brandt-Platz bis zum Kennedyplatz. Den Abschluss bildete eine Kundgebung und ein Livekonzert Willy-Brandt-Platz.

Aufgerufen zu der Demo hatte das Bündnis "Essen stellt sich quer", das auch nicht unkritisch betrachtet wird, wie ein umfassender Kommentar eines CDU-Ratsherrn unter einem Beitrag dieser Woche zeigt. (Anklicken!).

Das Bündnis berichtete über die Veranstaltung im Wortlaut wie folgt:
 
"In der Eröffnungsrede des Bündnisses gab Christian Baumann eine chronologische Aufstellung der Ereignisse, die seit dem Morgen des 26. August von Chemnitz ausgingen. Er betonte, dass der Tod von Daniel H. Anlass zum Trauern gäbe, während rechte Kräfte diesen für Ihre niederträchtigen Zwecke instrumentalisierten. Im Hinblick auf das Veranstaltungsmotto stellte er sodann fest, dass die Straßen nicht den Rechten, sondern den Aufrechten gehörten. Der große Zulauf, so Baumann, sei eine enorme Bestätigung.

Dem schlossen sich auch die anderen Redner*innen an. Stets betonten sie die Wichtigkeit, hinzusehen und gegen Rassismus einzutreten. Dafür erhielten sie viel Zuspruch aus dem Publikum, das zu großen Teilen aus jungen Menschen und Familien bestand. Im Verlauf der Demonstration am Abend schlossen sich auch viele Passant*innen an, die in der Innenstadt unterwegs waren.

Nur sieben Personen kamen dagegen zu der als Mahnwache getarnten Gegenveranstaltung. Die mehr als 6.000 Teilnehmenden ließen sich davon nicht stören, Sprechchöre skandierten regelmäßig: "Wir sind mehr." Der Demonstrationszug verlief vom Willy-Brandt-Platz über die Rathenaustraße, die Kettwiger Straße Richtung Norden, über die Viehofer Straße bis zum Pferdemarkt und vor dort über die Rottstraße zurück zum Kennedyplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Wegen des großen Andrangs verkürzten die Organisator*innen diese und ließen die Reden auf dem Willy-Brandt-Platz nachholen, wo die Demonstration ihren Abschluss fand.

Krönender Abschluss war der Auftritt der Pop/Reggae-Band Banda Senderos, die der Menge auf dem Willy-Brandt-Platz gut 40 Minuten einheizten. Kurz vor 22:00 Uhr löste das Bündnis die Versammlung auf, bedankte sich und wünschte allen Teilnehmenden eine sichere Heimreise." 

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