Nach Absage durch Vermieter muss Genossenschaft aus Stadtwald/Rellinghausen erneut suchen
Food Coop statt Bioladen? Mögliche Lösung für Übergangszeit

Im Sommer war man bei der Genossenschaft (in Gründung) noch zuversichtlich, in Stadtwald ein Ladenlokal zu finden. Inzwischen wurde die Suche auf Rellinghausen erweitert, aber noch ohne Erfolg.
  • Im Sommer war man bei der Genossenschaft (in Gründung) noch zuversichtlich, in Stadtwald ein Ladenlokal zu finden. Inzwischen wurde die Suche auf Rellinghausen erweitert, aber noch ohne Erfolg.
  • Foto: Rolf Schwermer
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Klagen über leerstehende Ladenlokale sind aus diversen Stadtteilen zu hören. Und dennoch ist es nicht leicht, ein passendes zu finden. Diese Erfahrung macht jetzt die Bio Essen eG, eine Genossenschaft in Gründung. Sie möchte den in Essen-Stadtwald in diesem Jahr geschlossenen Bioladen ersetzen - auf genossenschaftlicher Basis. Auch Rellinghausen wäre ein guter Standort, doch nun hat sich schon zum zweiten Mal ein erhoffter Vertragsabschluss zerschlagen.

An der Frankenstraße auf Rellinghauser Gebiet wollte die Genossenschaft ein Ladenlokal anmieten, aber in letzter Sekunde sagte der Vermieter ab, berichtet Vorstandsmitglied Ursula Podeswa. Das sei um so ärgerlicher gewesen, als es nur einen Tag nach der Mitgliederversammlung geschah, welche dem Standort zugestimmt hatte.
Nun fährt man bei der Bio Essen eG iG zweigleisig. Zum einen wird überlegt, übergangsweise eine Food-Coop zu gründen. Bis zum Finden eines geeigneten Ladenlokals könnte man dabei in einem kleineren Raum ein Basissortiment anbieten. Mit Öffnungszeiten mehrmals in der Woche und zunächst nur für Genossen. "Allerdings kann ja jeder, der dort einkaufen möchte, Mitglied der Genossenschaft werden", betont man seitens des Vorstandes.  Die Produkte wären sogar relativ preiswert, weil ihnen geringere Ausgaben gegenüberstünden.

Zugleich geht die Suche nach einem ca. 100 Quadratmeter großen, bezahlbaren Verkaufsraum weiter. In den letzten Monaten haben die Aktiven Erfahrungen mit Standorten, Mietforderungen und Fluktuation machen müssen, wie es sie auch in anderen Stadtteilen gibt. Da wird bei einem Mieterwechsel mal eben die Miete verdoppelt oder zumindest stark erhöht. Oder es wird selbst in einer B-Lage schon ein saftiger Preis verlangt. 
Aufgegeben wird aber nicht, inzwischen liegt der Fokus bereits wieder auf dem Bereich Stadtwald, aber auch diesbezüglich ist noch nichts in trockenen Tüchern.

Bei der Genossenschaft ist man nun gespannt auf die Reaktion der rund 80 Mitglieder in Bezug auf den Food Coop-Vorschlag. Elisabeth Baumann und Ursula Podeswa vom Vorstand betonen: "Was uns auch hierfür noch fehlt, ist ein geeigneter Raum."
Wer eine Möglichkeit kennt, wo eine solche Food-Coop starten könnte bzw. wo sich ein geeignetes Ladenlokal befindet, kann die Verantwortlichen unter der Mailadresse bio-essen.@gmx.de erreichen.

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