Pater Jörg Gabriel wird Ende des Jahres die Gemeinde St. Kamillus verlassen
„Im Gehorsam meinen Mitbrüdern verpflichtet“

Pater Jörg Gabriel ist Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Kamillianer.
Foto: Henschke
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Die Besucher des Gottesdienstes waren spürbar berührt. Ihr beliebter Pastor verlässt Essen und erfüllt seine Pflicht im Süden Deutschlands.

Ende November wird Pater Jörg Gabriel seinen Dienst als Pastor in St. Kamillus beenden und nach Freiburg ziehen. Der Schritt falle ihm unheimlich schwer: „Doch ich sehe keine andere Möglichkeit.“ Diese Worte an die Gemeinde hallen nach. Vor zwei Jahren war Pater Jörg Gabriel zum Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Kamillianer gewählt worden. Damit er seine nun noch vielfältigeren Aufgaben überhaupt bewältigen konnte, teilte er sich mit Pater Malinowski die Pastorenstelle. Doch nun stehen die Kamillianer vor einschneidenden Veränderungen. Eine Rückbesinnung auf das Wirken als Krankendiener und eine Schärfung des Profils durch konkrete Projekte sollen den Weg in die Zukunft sichern. Nach langen, erstaunlich offenen Diskussionen war klar: Der Provinzial muss sich zur Verfügung stellen. Und zwar an dem Ort, wo er seinem Orden am besten dienen kann. Dies ist die Stadt Freiburg mit ihren vielen Studenten, in der gemeinsam mit der österreichischen Ordensprovinz ein Zentrum für kamillianische Spiritualität und Berufungspastoral geschaffen werden soll. Dort können sich seine Mitbrüder aber nur ihn als treibende Kraft vorstellen, erfuhr Jörg Gabriel: „Sie haben mich gewählt, weil sie mir zutrauten, dass ich neue Ideen bringe und diese auch konkret umsetze. Wir Kamillianer dürfen nicht abwarten, dass wir aussterben. Und als Ordensoberer fühle ich mich im Gehorsam meinen Mitbrüdern verpflichtet.“

Freundschaften pflegen

Im Tausch für Gabriel wird ein neuer Mitbruder nach Essen kommen und in der Gemeinde Dienst tun. Pater Siegmund Malinowski ist schon in den Breisgau gewechselt, bis zu einer Neubesetzung wird Pater Manuel Tamayo der Pfarrei als weiterer Pastor zur Verfügung stehen. Fast die Hälfte seines fast 50-jährigen Lebens verbrachte Dr. Jörg Gabriel in Heidhausen, davon 20 Jahre in der Gemeindepastoral und acht Jahre als Pastor. Hier entstanden Freundschaften. Die möchte er weiterhin pflegen. Obwohl Gabriel überwiegend in Freiburg weilen wird, behält er daher sein Zimmer im Essener Konvent. Regelmäßig möchte er die liebgewonnene zweite Heimat besuchen. Das Haus am Kamillusweg muss aber dringend renoviert werden. Im Zuge der Umbaumaßnahmen sollen unterm Dach neue Gästezimmer geschaffen werden. Dort könnten Menschen in schwierigen Lebenslagen leben und von den Ordensleuten begleitet werden.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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