Frohnhausen: Fotografien von Marlies Blauth zeigen Menschen unterwegs
Menschen im November

Seit über 25 Jahren gibt es Ausstellungen im Kunstraum Notkirche. Nun wurde die Ausstellung „Menschen unterwegs - Ikonen des Alltags“ eröffnet. Künstlerin Marlies Blauth zusammen mit Pfarrer Werner Sonnenberg, Kurator der Ausstellung.
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  • Seit über 25 Jahren gibt es Ausstellungen im Kunstraum Notkirche. Nun wurde die Ausstellung „Menschen unterwegs - Ikonen des Alltags“ eröffnet. Künstlerin Marlies Blauth zusammen mit Pfarrer Werner Sonnenberg, Kurator der Ausstellung.
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  • hochgeladen von Frank Blum

Künstlerin Marlies Blauth ist vielseitig unterwegs: Ihr künstlerischer Schwerpunkt ist die Malerei, sind experimentelle Linolschnitte. Und auch an der Veröffentlichung von lyrischen Texten in Anthologien und Zeitschriften hat sie ihre Freude. Nun wurde die Ausstellung „Menschen unterwegs - Ikonen des Alltags“ im Kunstraum Notkirche in Frohnhausen eröffnet.

Marlies Blauth, die 1957 in Dortmund geboren wurde und inzwischen ihre Heimat in Meerbusch hat, ist den Frohnhausern nicht unbekannt: Bereits 2002 präsentiere sie hier ihre Fisch-Bilder, 2011 war sie an der Ausstellung "Tagebuch - Stundenbuch" beteiligt.
Nun sind es ganz besondere Bilder, die bis zum 16. Dezember im Kunstraum Notkirche gezeigt werden: Fotografien von Menschen, die künstlerisch so verändert wurden, dass man geneigt ist, Personen wieder zu erkennen, die doch eigentlich unbekannt sind.
Pfarrer Werner Sonnenberg: "Die Künstlerin hat Menschen auf der Straße und in ganz alltäglichen Situationen fotografiert - im Vorbeigehen oder Vorbeifahren, an Haltestellen, auf Märkten oder Fußwegen."
Der Anstrich der Zeitlosigkeit entsteht durch die Bearbeitung: Die entstandenen Bilder wurden durch die Künstlerin überzeichnet, es wurde etwas hinein gekratzt.
Künstlerin Marlies Blauth hat ihr Staatsexamen in Kunst und Biologie absolviert, ein Diplom in Kommunikationsdesign in der Tasche und ist seit seit 1990 Lehraufträge für Holzschnitt, Freie Grafik und Komposition an der Universität Wuppertal.
Ihre Schulfreundin Lydia Sichelschmidt führte gekonnt in die sehenswerten Arbeiten der Künstlerin ein. "Ich bin keine Kunsthistorikerin, keine Psychologin, auch nicht darin geübt, frei zu reden", gab sie zu und lieferte dann doch eine anspruchsvolle und hintergründige Betrachtung der gezeigten Bilder, die verständlich und nachdenklich zugleich war und einfach Lust darauf machte, die verschiedenen Bilder anzuschauen.
Ein weiterer Höhepunkt der Vernissage war die musikalische Begleitung von Harry Meschke. Dieser hatte ein sehr unbekanntes Musikinstrument im Gepäck: das Hang. Es schaut ein wenig wie ein frisch gelandetes UFO aus und dem Musiker gelingt es, dem Instrument ganz ungewöhnliche Klänge zu entlocken, die dem Abend einen stimmigen Rahmen gaben.
Auch nach der Eröffnung stand Harry Meschke noch für Fragen um sein Instrument zur Verfügung, gab musikalische Kostproben und erklärte: "Das Hang wurde 1999 in der Berner Steelpan-Werkstatt von Felix Rohner und Sabrina Schärer in der Schweiz erfunden. Mein erstes Hang ist ein sogenanntes “Integrales Hang” und stammt aus dem Jahr 2007. Sieben Tonfelder sind um das mittlere Bassfeld angeordnet. Es wird mit Fingern, Händen, Nägeln, der Faust oder mit allen verfügbaren Gelenkknochen gewaltlos gespielt. Ein Hang ist nicht mit einer Trommel zu vergleichen. Die Töne werden durch leichte Berührungen in Schwingung versetzt."
Musik, die mindestens so geheimnisvoll ist wie es die Bilder von Marlies Blauth sind.

Infos:
Die Ausstellung „Menschen unterwegs - Ikonen des Alltags“ mit Werken von Marlies Blauth ist bis zum 16. Dezember im Kunstraum Notkirche in Frohnhausen an der Mülheimer Straße 70 zu sehen.
Die Ausstellung kann dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr, sonntags von 12 bis 13 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung mit Werner Sonnenberg, Telefon 740788, besichtigt werden.
Dank einer Förderung durch die Allbau-Stiftung ist der Eintritt frei.

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