Neues von der Bärendelle

Neues von der Bärendelle
Aus der Pressemeldung der Bürgerinitiative:“ Die Bürgerinitiative Bärendelle sieht in den Plänen
des Investors“Stiftung Mein Wohnen“ der Cepheus Wohnen GmbH&Co KG eine große Gefahr für
den Stadtteil und das Gebäude selbst.Hier wird aus unverantwortlicher Weise ein Luftschloss
konstruiert. „Exklusive Verhandlungen“ mit dem Investor – so nennt man das, wenn nur ein
Investor da ist. Zudem müssen wir uns bei den Aussagen des Bewerbers fragen, wie seriös dessen
Aussagen in Bezug auf diese Planungen sind.“
Udo Seibert : Exklusive Verhandlungen mit nur einem
Bewerber heißt, dass man nur mit diesem Bewerber verhandeln will. Egal wie viele Bewerber sich
noch melden.Ziel dieser exklusiven Verhandlungen ist es, sich nicht mehr mit der Bürgerinitiative
beschäftigen zu wollen. Hier wird der Bürgerwillen der Frohnhausener von der Stadtverwaltung mit
Füssen getreten.
Weiter aus der Pressemeldung:“Die geplanten Ein-, An- und Umbauten für 60 Wohnungen mit
Balkon oder Loggia führen zwangsläufig zu drastischen Veränderungen am Gebäude. Das ist wohl
kaum dem Status als Baudenkmal dienlich.“
Udo Seibert hierzu:Da nicht nur die Fassade sondern auch die imposanten Treppenaufgänge und
Flure unter Denkmalschutz stehen, bleibt eine momentane Nutzfläche von ca. 2500 qm. Wenn auch
noch 500 bis 1000 qm für soziokulturelle Zwecke bereitgestellt werden sollen, bleiben pro
Wohnung noch ca. 30 qm übrig. Soll hier die Mathematik neu erfunden werden?
Im Pressetext:“Auch die genannte Investitionssumme von 5 bis 6 Millionen Euro für eine
Wohnungssanierung wird der Sache nicht gerecht und scheint uns unrealistisch. Die Anneliese Brost
-stiftung hatte – bei einem ähnlichen Konzept – einen Investitionsaufwand von 15 bis 16 Millionen
veranschlagt.“
Udo Seibert:Wenn man weiß, dass die Stadt die Kosten für die Erhaltung der Bausubstanz und
Renovierung als Schule oder auch soziokulturelles Zentrum mit 5 Millionen beziffert, so fragt man
sich wo sitzen hier die Rechenkünstler, die Experten? In der Stadtverwaltung? In der
Wohnungsbaugesellschaft? Oder bei der Anneliese Brost- Stiftung?
Wir brauchen, bei einem riesigen Wohnungsleerstand, keine zusätzlichen neue Wohnungen. Die
Menschen brauchen Freiraum für ihre Interessen und Bedürfnisse. Platz für Kinder, Jugendliche,
Senioren und junge Familie ohne kulturelle Grenzen. Ein soziokulturelles Zentrum.Wie soll sich ein
buntes Leben – Proberäume für junge Musiker/innen, Theater, Kino und Konzerte – mit dem
berechtigtem Ruhebedürfnis von Mietern in einem Haus vertragen?
In der letzten Ratssitzung am 9.4. hat DIE LINKE den Antrag eingebracht, die Bärendelle nicht zu
verkaufen und ressortübergreifend mit der Bürgerinitiative zu reden. Dieser Antrag wurde mit den
Stimmen der CDU, SPD, EBB und FDP einstimmig abgelehnt. Das zeigt deutlich, dass für diese
Parteien „Bürgerbeteiligung“ nur ein Wort ohne Bedeutung ist. Obwohl im Projekt „Essen 2030“
ausdrücklich gefordert, wird sie, wenn sie stattfindet, ignoriert.Die Bürgerinitiative Bärendelle hat
immerhin 200 eingetragene Mitglieder und ungezählte Sympathisanten.
In der Nähe der Hauptschule liegt ein seit Jahren ungenutztes Grundstück der Stadt.Auf diesem
Grundstück wollte die Bürgerinitiative einen Nachbarschaftsgarten errichten. Obwohl von
Grün&Gruga befürwortet, wurde dieses Projekt mit der Begründung abgelehnt,dass man nichts tun
wolle, was den Investor stören könne. Natürlich ohne den Investor zu fragen, denn der wäre ja
vielleicht für eine zusätzliche Attraktion für seine Mieter der umliegenden Häuser.
Wir lernen daraus, dass eine ehrliche und echte Bürgerbeteiligung von den meisten Parteien nicht gewollt ist.

Autor:

Udo Seibert aus Essen-West

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