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Hatten viel Spass beim Projekt "Open Sunday" in der Hüttmannschule: Zayid (9), Mohammad (9), Mohamed (11) und Zain (7).
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  • Hatten viel Spass beim Projekt "Open Sunday" in der Hüttmannschule: Zayid (9), Mohammad (9), Mohamed (11) und Zain (7).
  • hochgeladen von Kathrin Hinterschwepfinger

Projekt „Open Sunday“ geht in die nächste Runde

Kinder brauchen Bewegung. Heute mehr als je zuvor. Um dies zu gewährleisten und auch für alle Kinder ein Angebot zu schaffen, wurde das Projekt „Open Sunday“ ins Leben gerufen.


„Am Sonntag haben Kinder Zeit zu rennen, zu hüpfen, zu balancieren. Aber die Sporthallen sind geschlossen. Dies wollen wir mit dem Projekt Open Sunday ändern“, erklären Sophie van de Sand und Professor Dr. Ulf Gebken vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.

Spiel und Bewegung für Kinder der 1. bis 6. Klassen

Mit an Bord waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Grundschulen im Essener Stadtgebiet. Darunter fanden sich auch Schulen im Bezirk III, wie etwa die Grundschule an der Heinrich-Strunk-Straße oder die Hüttmannschule, welche ihre Sporthallen für einen Sonntag für das Projekt öffneten. Mitgebracht werden mussten lediglich Sportklamotten und die Telefonnummer der Eltern.
„Das Projekt gibt es seit drei Jahren“, erklärt Hannah Haupenthal, Aufsichtsperson und Coach für die Kinder. „Es wurde festgestellt, dass immer weniger Kinder in Sportvereinen oder vergleichbaren Institutionen sind, bei denen es um die Förderung von Bewegung geht. Viele Eltern können sich solche Mitgliedschaften auch nicht leisten oder wohnen in Gegenden, in denen es wenig Grünflächen oder Spielmöglichkeiten gibt. Daher ist der Sonntag ein idealer Tag zum Toben und Hüpfen.“

Niederschwelliges Angebot im Sozialraum

Über ein offenes inklusives Konzept sollen vor allem Kinder aus eher benachteiligten Stadtteilen, angefangen damals im Essener Norden, in Bewegung gebracht werden. Die Angebote reichen von gemeinsamen Koordinations- und Ballspielen bis zum Üben von Bewegungskünsten an einzelnen Stationen. „Open Sunday“ spricht niederschwellig und direkt Mädchen und Jungen in ihrem Sozialraum an, also in ihrer Grundschule: Wer mag, kann einfach vorbei kommen.
„Das Projekt ist mit jedem Mal größer geworden“, erzählt Haupenthal. „In der Hüttmannschule mussten wir dieses Jahr leider einen Einlassstop verhängen, weil die Anzahl an Aufsichtspersonen zu klein war für die Zahl der Kinder, die mitmachen wollten.“

Von Kletterwänden bis Seilschwingen

In den Sporthallen selbst sind die unterschiedlichsten Stationen aufgebaut gewesen. Es gab Klassiker, wie den „Toaster“, zwei parallel gestellte dicke Matten, durch welche die Kinder von oben nach unten rutschen konnten, Fußball oder Hockey. Je nachdem, was die einzelnen Turnhallen an Equipment hergeben, kommen andere Stationen hinzu. In der Hüttmannschule zum Beispiel konnten sich die Kinder aufgrund von an der Decke befestigten Seilen wie Tarzan von einem Kasten zum anderen schwingen oder die Sprossen der Kletterwand erklimmen.
Mehrmals am Tag wurden Pausen gemacht, bei denen die Kinder frisch geschnittenes Obst, Getränke und eine Verschnaufpause bekamen.

Projekt unglaublich erfolgreich

„Wir würden uns freuen, wenn wir das Projekt ausweiten können, denn auch die Kinder in Dortmund oder Gelsenkirchen würden sich über dieses kostenlose Bewegungsangebot bestimmt freuen. Von meinem Standpunkt und dem meiner Kollegen aus können wir nur sagen, dass das Projekt hier bisher wahnsinnig gut angenommen wurde“, so Haupenthal.

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