Heißgeliebtes Fliz-Mobil macht die "Fliege..."

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Kleine Schulhostess mit Probierhäppchen... Foto: Schattberg
 
Fruchtzwerge - Lutscher mit Früchten - lecker... Foto: Schattberg

Das soll gesund sein? Da stehen Kinder auf dem Schulhof Schlange für Eis! Während der Unterrichtszeit... Wo gibt’s denn so was?

An der Heinrich Strunk-Grundschule. Himbeereis! „Selbstgemacht mit gefrorenen Himbeeren, Buttermilch...“ Moment! „Du hattest doch schon ein Eis...?“ Ne Schnute zieht die Kleine. Aber Jan Flügel, Fliz-Mitarbeiter, kennt alle 220 Schüler. Auch  die Anziehungskraft des Fliz-Mobils mit flippigen Bewegungs-, Ernährungs-Schwerpunkten. Heute ist letzter Projekttag. Mit großem Markttag „Fliz“ sagt ADE der Schule. An unterschiedlichen Ständen stellen Schüler unter anderem Eis, Hafer-Frikadellen, Gemüse-Lollis, Obst-Spieße her.

Jan Flügel ist wie beflügelt: „Wir waren das gesamte Schuljahr an der Grundschule mit unserem Bildungsangebot. Natürlich laufen wir nicht mit dem Zeigefinger rum! Wir sagen nicht ‚ihr müsst unbedingt besser werden! Sondern es kann besser werden’ – mit der Bewegung, mit  der Ernährung. Viel haben wir mit den Kindern gemacht. Interessanterweise ist alles, was Kinder selbst herstellen, lecker; das essen sie. Highlight am Projekt-Schlusstag natürlich Eis. Ohne Zucker." Flügel ist begehrt, beliebt. Kinder himmeln ihn an...
Das Projekt ist sehr kindgerecht – bei Ernährung, Bewegung. Brennball oder Wasserstaffellauf! Wasser im Becher – wie Eierlauf – los flitzten! Allen macht’s Riesenspaß!

„Jeden Mittwoch kamen wir drei Stunden in den Unterricht, in allen Klassen  – drinnen und draußen.“ Der Erfolg vom Flizmobil der cse gGmbH in enger Kooperation mit der Stadt Essen ist sichtbar. Das Flizmobil bedient bis zu vier Schulen jährlich verteilt auf das Essener Stadtgebiet.
Schwupp bietet mir eine Schülerin auf dem Tablett Frikadellen an. „Mit Haferflocken, selbstgemacht. Auch Ketchup selbst geschafft: mit Apfelsüße“, versichert die süße Kleine. „Ersetzt den enormen Zuckergehalt“, weiß Sabrina Piewek, stud. Soz.-Arbeit. „Und die Frikadellen schmecken auch. Die werden jetzt Zuhause nachgemacht.“

Johanna Voß, Fliz-Koordinatorin, führt an: „Hier ist es so, dass viele Lehrer-/innen sehr engagiert sind. Viele haben probiert, mitgemacht, Interesse gezeigt, unterschiedliche Themen kennenzulernen.“ Sie führt Hauptthemen auf, die besprochen, ausprobiert wurden:

„Trinkbar“:

Getränke für Kinder inklusive Herstellung von frisch gepresstem Apfelsaft.

„5 am Tag“:

Obst, Gemüse inkl. Herstellung von Gemüsegesichtern, frischem Kräuterquark.

„Mit vollem Korn voraus“:

– Getreide inkl. Herstellung von einem in der Pfanne angebratenen Müsli mit Obstsalat und Quark.

„Verbraucher“:

Kinderlebensmittel inkl. Herstellung von selbstgemachten Fruchtzwergen.
Voß lobend: „Wahnsinnig, wie die Schüler das aufgenommen haben. In dieser Stadtteilecke ist nämlich der Bedarf mächtig. Vorleben ist wichtig! Nicht belehrend sagen: Du musst das – sondern zunächst das Mitmachen gerade bei Ernährung, bei Bewegung. Eltern mit ins Boot nehmen ist wichtig, damit es Zuhause auch funktioniert. Eine schöne Arbeit. Wir kriegen viel zurück von den Kindern.“
Wie urteilen die flippigen kleinen Ernährungs- und Bewegungs-„Meister“? „Schön, weil es so lecker war. Es hat auch Spaß gemacht mit den Lollis, dem Lutscher - aus Gurken und Möhren aufgespießt - eingetaucht in Bananendip“, strahlt Hibag, Klasse 2 b. Voll Stolz zeigt die acht-jährige Melinay, Klasse 2b, Kokoskugeln. „Selbstgemacht aus Haferflocken und Kokos.“
Mir läuft das Wasser im Mund zusammen...Schade, dass das Fliz-Personal abdüst...
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 12.07.2018 | 20:59  
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Ingrid Schattberg aus Essen-West | 12.07.2018 | 21:48  
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