Entspannung und Wohlgefühl durch Klangmassagen Montagstreff beim Hospizkreis Menden

Ute Paschwitz

Ute Paschwitz stellt ihre Arbeit mit Klangschalen vor

„Wie kann ich Schwerkranke, Behinderte und Menschen mit Demenz erreichen, um ihnen ein Wohlgefühl zu vermitteln?“ Diese Frage ergab sich aus den Erfahrungen der Referentin als Krankenschwester. Bei ihrer Suche nach Möglichkeiten stieß sie auf Peter Hess, den Pionier der Arbeit mit Klangschalen. In verschiedenen Fortbildungen und Weiterbildungen lernte sie den verantwortungsvollen Umgang mit der Klangmassage und die Auswirkungen der Klänge und Schwingungen auf Körper, Seele und Geist kennen. Durch das Anschlagen der Klangschalen werden Reize wahrgenommen wie das Fühlen der Schwingungen und das Hören des Tons. Diese wiederum stimulieren Gehirnzentren, die für das Wohlgefühl des Körpers wichtig sind. Entspannung stellt sich ein. Solch positive Auswirkungen sind für Erwachsene und Kinder in jeder Lebenslage nützlich, sei es für einen besseren Umgang mit Stress im Beruf oder für eine lernfreudige Atmosphäre in Kindergarten und Schule.
Beim Montagstreff des Hospizkreises ging es jedoch in der Hauptsache um die Auswirkung der Klangmassage bei alten, kranken und sterbenden Menschen. Ute Paschwitz berichtete in diesem Zusammenhang über ihre Arbeit mit Klangschalen in der Senioreneinrichtung Jochen-Klepper-Haus, die sie einmal pro Woche besucht. Über das Sehen, Hören, Spüren (Fühlen) der Klangschalen werden bei den alten Menschen Ressourcen angesprochen, die manchmal so zum Ausdruck kommen, dass Bewohner, die lange nicht mehr gesprochen haben, plötzlich Sprachfetzen von sich geben. Die Referentin des Abends arbeitet auch mit Düften. Dadurch wird bei den alten Menschen der Geruchsinn angeregt. Über Gerüche können Erinnerungen wachgerufen werden, oft solche aus Kindheitstagen. Ein Gefühl der Geborgenheit erreicht man durch das Platzieren und Anschlegeln unterschiedlich großer Klangschalen im Dreieck um den Körper herum: beispielsweise steht eine Schale am Fußende und eine an jeder Seite oberhalb der Schultern bei der auf dem Rücken liegenden Person. Der dabei entstehende Klangraum simuliert dem Bewohner, sich in einem geschützten Raum zu befinden und knüpft an das Wohlgefühl und das Geborgensein des vorgeburtlichen Zustands an.
Wenn die Klangschalenmassage Erfolg haben soll, d.h. Entspannung, Schmerzerleichterung, ruhigeres Atmen, ist Achtsamkeit und Konzentration Voraussetzung. Eine gute Anamnese sowie aufmerksame Beobachtung sind wichtig, um bei kranken, dementen und sterbenden Menschen über deren Mimik und Gestik festzustellen, ob die Behandlung erwünscht ist. Es gibt bestimmte Krankheitsbilder, für die eine Klangmassagenbehandlung nicht nützlich ist, ja sogar wie bei Reizüberflutung ins Gegenteil umschlagen kann, d.h. Anspannung statt Entspannung. Das sei aber ganz selten. Die meisten alten Menschen profitieren von dieser Behandlung, berichtete Ute Paschwitz aus ihrer Erfahrung.
Mehr über Klangschalenmassage unter www.utes-relaxzone.de

Autor:

Anni Grüne aus Menden (Sauerland)

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