Der Adel im Schloss

Schlossherr Rutger von der Horst erklärte den Kindern in seinem Arbeitszimmer seinen adeligen Arbeits-Alltag. Foto: Gerd Kaemper
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  • Schlossherr Rutger von der Horst erklärte den Kindern in seinem Arbeitszimmer seinen adeligen Arbeits-Alltag. Foto: Gerd Kaemper
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Adel verpflichtet, nun auch im Kultur- und Bürgerzentrum Schloss Horst, wurde doch dort der neue Themenbereich "Adeliges Leben im Emscherbruch" im Rahmen eines Museumstags für das "Volk" eingeweiht.

Und das "Volk" wurde bei der Eröffnung bestens unterhalten, sorgten die Organisatoren doch für ein adeliges Programm rund um und im neuen Themenbereich. Ein Spielmann begrüßte die Besucher im Eingangsbereich und unterhielt sie mit fröhlichen Weisen aus dem Mittelalter und der Renaissance.
Die Frage, was Renaissance, die europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert, eigentlich bedeutet, wurde mit vielen Aktionen erklärt, gilt diese Epoche doch als ein Zeitraum vieler Erfindungen und Entdeckungen. Und so gab es für die jüngere und ältere Generation bei den Führungen einiges zu entdecken: Statisten spielten das adelige Leben in den Räumlichkeiten nach. So konnte man sehen, wie der Adel schon im Mittelalter einen gewissen Luxus pflegte. Die Besucher bekamen somit einen direkten Einblick vom adeligen Alltag. Schlossherr Rutger von der Horst gewährte sogar einen Blick in sein Arbeitszimmer und erläuterte den Kindern den Arbeits-Ablauf am Schreibtisch, verdiente der Schlossherr seinen luxuriösen Lebensstil doch auch durch den Fang und Handel mit den Wildpferden. Grund genug, einen Raum pferdemäßig zu gestalten, damit die Kids auf den Rücken der Pferde-Baumstämme einen fiktiven Ritt um das Schloss machen konnten.
In der Historischen Druckwerkstatt in der Vorburg interessierten sich vor allem die älteren Besucher für die damalige Drucktechnik, kreative Werk- und Bastelangebote, auch in der Stadtteilbibliothek, rundeten dort das Programm ab. Im Außenbereich vermittelte ein Bogenbauer sein Können in speziellen Workshops und die Besucher hatten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten mit Pfeil und Bogen zu beweisen. Eine Falknerei stellte ihre majestätischen Greifvögel im Rahmen einer Flugshow vor.
Der neue Themenbereich, der fortan multimedial als auch haptisch, akustisch und optisch die Renaissance vermittelt, ist um ein ungewöhnliches Erlebniskonzept reicher und einen Besuch wert.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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