Arbeiterschriftsteller
Erinnerung an Kurt Küther Bergmann und Schriftsteller,

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  • Erinnerung an Kurt Küther Bergmann und Schriftsteller,
  • Foto: Reinhold Adam
  • hochgeladen von Heinz Kolb

Am 03. Februar wäre Kurt Küther aus Bottrop 90 Jahre geworden. Kurt Küther wurde am 03. Februar 1929 in Stettin geboren, er besuchte in seiner Heimatstadt Stettin Volksschule und die Handelsschule. Mit 16 wurde er 1945 zum Volkssturm einberufen und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er im September 1945 entlassen wurde.

Kurt Küther lebte danach bei einer Tante auf dem Bauernhof in einem Dorf in Vorpommern, von hier aus wurde er zur Zwangsarbeit nach Stettin - Pölitz verschleppt. Im Dezember 1945 gelang ihm die Flucht nach Schleswig – Holstein.

Von 1946 bis 1948 arbeitete er als Hilfskraft in der Gärtnerei seiner Eltern, die sich in Schleswig-Holstein niedergelassen hatten.

Da er gehört hatte, dass man im Ruhrgebiet viel Geld verdienen konnte ging Küther 1948 ins Ruhrgebiet, wo er in r Bottroper auf der Zeche Welheim unter fand Arbeit Tage.

Zunächst als Schlepper und 1955 bestand er die Hauer Prüfung. 1968/69 absolvierte Küther ein sozialwissenschaftliches Studium an der Sozialakademie Dortmund. Er war Betriebsrat und arbeitete bis 1970 wieder unter Tage. Anschließend war er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1984 war er als Technischer Angestellter auf einer Zeche Nordstern in Gelsenkirchen – Horst wo er bis zu seiner Pensionierung 1984 Arbeitet.

Kurt Küther erzählte einmal "Weil ich mich einsam fühlte ganz allein unten im Schacht, fing ich an zu dichten". So heißt es in seinem ersten Gedicht auch "Sehnsucht nach Sonne, Sehnsucht nach Licht".

Von nun an schrieb er regelmäßig. "Es gab damals eine Reihe über Arbeiterdichter von der IG Bergbau. Darin wurde ich dann aufgenommen", erzählte er immer wieder.

Kurt Küther begann in den frühen 1960er Jahren mit dem Schreiben; als Vorbild nannte er den Lyriker Heinrich Kämpchen. Küther ist Verfasser von sozialkritischen Gedichten und Prosaarbeiten, in denen er seine Erfahrungen in der Arbeitswelt des Ruhrbergbaus verarbeitet.

Er war Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller. Von 1963 bis 1969 gehörte er der „Gruppe 61“ an, aus der er wegen politischer Differenzen austrat.

Seit 1970 war er im Rahmen des Werkkreises „Literatur der Arbeitswelt“ Mitglied der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen. Er erhielt u. a. 1984 ein Stipendium des Kultusministers des Landes Nordrhein - Westfalen, 1986 den Autorenpreis des Forums Kohlenpott, 1989 den Kulturpreis der Stadt Bottrop sowie 1991 die Plakette der Stadt Bottrop für besondere Verdienste.

Seine Weggefährten waren die Horster Ilse Kibgis (* 3. Juni 1928 als Ilse Tomczak in Gelsenkirchen; † 17. Dezember 2015) und Josef Büscher (* 10. März 1918 in Sterkrade; † 19. September 1983 in Gelsenkirchen), und viele andere.
Küther lebte zuletzt in Bottrop – Welheim und Verstarb im Alter von Alter von 83. Jahre am 25. August. 2012 in Bottrop, seine letzte Ruhe fand er auf dem Ostfriedhof in Boy.

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